Quereinsteiger im B2B-Vertrieb: So schafft’s jeder in Cold Calling & Outbound
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In dieser Folge
Folge 32 der Reihe Dialing Out. Dominka spricht mit Nina Debeljak, BD Strategist (BDS) bei OB2B, über den Quereinstieg in den B2B-Vertrieb. Beide haben Germanistik studiert und unterrichtet und alles über Vertrieb erst bei OB2B gelernt. Laut Dominka sind rund 99 Prozent des Teams Quereinsteiger.
Nina erzählt, was ihr im ersten Monat geholfen hat, warum sie ihr erstes Telefonat „wie einen kleinen Horror“ fand und welche Fähigkeiten aus dem Lehrerberuf im Vertrieb zählen. Im Pro-und-Kontra-Spiel bewerten beide Lehrererfahrung, Ungeduld, Perfektionismus, Technik und Angst vor Ablehnung.
Lesezeit: 13 Minuten
Wir besprechen
- Quereinsteiger im Vertrieb: Braucht man Erfahrung?
- Ninas Weg von der Sprachschule in den Vertrieb
- Warum der Lehrerberuf ein bisschen Vertrieb ist
- Warum Quereinsteiger im Vertrieb bleiben
- Motivation, Disziplin und etwas Angst
- Onboarding und die ersten Telefonate
- Soft Skills aus dem Lehrerberuf
- Lernkurve und Glück beim ersten Termin
- Auf die Nase fallen und daraus lernen
- Wenn es nicht läuft: Liegt es an dir?
- Wie Nina ihre Selbstzweifel überwunden hat
- Durchsetzungsvermögen und Introvertierte
- Was Empathie im Vertrieb heißt
- Pro oder Kontra: Lehrererfahrung
- Pro oder Kontra: keine kaufmännische Ausbildung
- Pro oder Kontra: Ungeduld
- Pro oder Kontra: Perfektionismus
- Verkaufserfahrung und Technikaffinität
- Angst vor Ablehnung nicht persönlich nehmen
- Fazit: Quereinsteiger sind willkommen
Show Notes
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0:57Quereinsteiger im Vertrieb: Braucht man Erfahrung?
Nein, sagt Dominka: Man muss keine Erfahrung haben, um in den Vertrieb reinzukommen, aber ein paar Sachen sollte man mitbringen. Sie und Nina haben nichts gelernt, was mit Vertrieb zu tun hat; alles haben sie bei OB2B gelernt, wie viele Kollegen. Nina ist zum dritten Mal zu Gast, nach den Folgen zur Frauenquote und zur Disziplin.
- Nina Debeljak ist BD Strategist (BDS) bei OB2B.
- Dominka will den Quereinstieg „ein bisschen entmystifizieren“: was es braucht und wie die beiden es geschafft haben.
- Ihre Botschaft an alle, die über Vertrieb nachdenken: „keine Angst“.
2:56Ninas Weg: Von der Sprachschule in den Vertrieb
Nina hat Germanistik sowie türkische Sprache und Literatur studiert und wollte immer Lehrerin sein. Nach rund 5 Jahren in einer Sprachschule, mit Kindern und Erwachsenen, wollte sie etwas anderes lernen: Wenn nicht jetzt, bliebe sie für immer in der Schule, und zurück könne sie immer. Dominka hat sie über LinkedIn kontaktiert. Nina kannte vom Studium Leute, die lange bei OB2B gearbeitet hatten, und dachte sich: „Okay, sie haben es gelernt. Ich kann es auch lernen.“
- Ihr Studium hatte nichts mit Sales zu tun: Germanistik und Türkisch.
- Rund 5 Jahre Unterricht in einer Sprachschule, mit Kindern und Erwachsenen.
- Heute ist Nina seit etwas über 3 Jahren bei OB2B.
4:33Warum der Lehrerberuf ein bisschen Vertrieb ist
Zurück in die Schule wollen beide nicht, obwohl Nina den Beruf „wunderschön“ findet. Ihren Freunden, die nie in den Vertrieb könnten, sagt sie: Der Lehrerberuf ist „auch ein bisschen so vertrieblerisch“, weil man sich an die Leute verkaufen und einen Eindruck hinterlassen muss, damit sie in der Sprachschule ins nächste Semester wiederkommen. Dominka, die selbst unterrichtet hat, findet es „sehr unehrlich“, etwas zu machen, wo man nicht dahintersteht.
- Kreativität, Disziplin und das Sprechen mit Leuten nimmt Nina aus dem Lehrerjob in den Vertrieb mit.
- Die Disziplin hat sie im Studium und im alten Job gelernt.
- Dominka freut sich, dass den Beruf Leute machen, die zu 100 Prozent dahinterstehen.
6:55Warum bleiben Quereinsteiger im Vertrieb?
Wer quer einsteigt, bleibt länger, glaubt Dominka, weil man sich in dem Job nach einer Zeit „einfach gefunden“ hat. Sie ist seit 9 Jahren im Vertrieb und merkt: Auch wenn sie zwischendurch etwas anderes gemacht hat, prägt der Vertrieb alles, man macht es „immer wieder mit dieser vertrieblichen Note“. Nina reizt, dass es immer eine neue Herausforderung ist und man immer etwas Neues lernt.
- Dominka ist seit 9 Jahren im Vertrieb.
- Quer einsteigen heißt oft: länger bleiben.
- Nina findet den Job „ganz dynamisch“.
7:53Was braucht ein Quereinstieg? Motivation, Disziplin und etwas Angst
Vor allem Motivation, sagt Dominka. Im Sommelierkurs war sie fast die Einzige ohne Bezug zu Gastronomie, Hotels oder einem eigenen Weingut, dazu kam ein Arzt, der ebenfalls quer eingestiegen ist. Gerade die beiden gehörten zu den Motiviertesten. Danach kommt die Disziplin. Nina ergänzt: „Ein bisschen Angst ist auch normal“, sie selbst hatte natürlich Angst.
- Die Haltung, die zählt: „Ich werde das jetzt irgendwie versuchen, und ich kann das auch machen.“
- Nach der Motivation kommt die Disziplin.
- Angst am Anfang ist normal, sagt Nina.
8:55Kann man Sales lernen? Onboarding und die ersten Telefonate
Ja, sagt Nina, mit einem guten und längeren Onboarding. Der erste Monat ist für sie „wirklich der wichtige in diesem ganzen Job“: sich zurechtfinden und lernen, was man überhaupt verkauft, erst alles über OB2B, später andere Projekte. Geholfen haben Kollegen, die das hinter sich hatten und vielleicht das Gleiche studiert haben. Das erste Telefonat fand sie „wie einen kleinen Horror“, aber: „Das war alles in meinem Kopf.“ Bei OB2B sagt einem am Anfang auch keiner, man habe es schlecht gemacht, ergänzt Dominka.
- Ein gutes, längeres Onboarding ist für Leute ohne Vertriebserfahrung sehr wichtig.
- Kollegen mit ähnlichem Werdegang helfen beim Einstieg.
- Mit jedem Telefonat wird es leichter und besser, sagt Nina.
10:41Welche Soft Skills bringen Lehrer in den Vertrieb mit?
Mit der Zeit merkt man, wie viel Erfahrung aus dem Leben man mitbringt, sagt Dominka, vor allem Soft Skills aus dem bisherigen Beruf. Nina nennt: Leute verstehen und zuhören, Disziplin aus dem nicht leichten Germanistikstudium, Geduld und Kreativität. So wie ein Lehrer geduldig ist, bis die Schüler etwas Neues können, muss man im Vertrieb geduldig sein bis zum ersten Meeting oder ersten Erfolg.
- Zuhören und Leute verstehen lernt man als Lehrer sehr gut.
- Geduld braucht es bis zum ersten Meeting, zum ersten Erfolg oder bis man mit dem Produkt seiner Arbeit zufrieden ist.
- Kreativität hilft, das Beste aus einem Telefonat zu machen.
12:14Lernkurve und Glück: Was sagt der erste Termin?
Weniger, als man denkt, sagt Dominka. Wer in der ersten oder zweiten Woche schon einen Termin vereinbart, bekommt Elan, und die Lernkurve fühlt sich steiler an. Aber: „Man darf nicht immer einen gewonnenen Deal oder ein vereinbartes Meeting oder ein erfolgreiches Meeting als den Punkt nehmen, an dem man irgendwie besser geworden ist.“ Manchmal war es einfach Glück, und laut Nina braucht man in diesem Job immer ein bisschen Glück. Wer sich nach einem missglückten Call sofort selbst runtermacht, für den gilt: „Wenn man das direkt macht, dann kann man es auch lassen, glaube ich.“
- Die Lernkurve ist bei allen ähnlich, hängt aber auch von der Person ab.
- Ein früher Termin motiviert, ist aber kein Beweis, dass man besser geworden ist.
- Motivation kommt auch von außen.
13:34Warum man im Vertrieb auf die Nase fallen muss
Sehr gute Vertriebler bei OB2B waren nicht auf Anhieb erfolgreich, sagt Dominka. Für sie ist es ein wichtiger Faktor der Lernkurve, „wirklich mal auf die Nase zu fallen“, ohne die Motivation zu verlieren. Ihr Beispiel: Eine sehr begabte Kollegin, systematisch und sprachlich eloquent, hatte damals keinen guten Draht zu einem Kunden, der immer wieder etwas zu meckern hatte. Daraus kann man viel lernen, auch wenn die Kritik vielleicht nicht zu Recht kam. Nina fand genau das am schwierigsten: Früher hat sie anderen etwas beigebracht, jetzt wusste sie nichts.
- Schlechtes Feedback, obwohl eigentlich alles passt, ist eine Sache, aus der man sehr viel lernen kann.
- Misserfolge sind im Vertrieb Alltag, und keiner sagt einem etwas Böses dazu, sagt Nina.
- Aus jedem Misserfolg lernt man etwas für die nächsten Schritte.
15:51Wenn es nicht läuft: Liegt es an dir?
Nicht immer, sagt Dominka: „Es liegt nicht immer an dir, wenn's nicht gut läuft.“ An einem selbst liegt es nur, wenn man sich selbst sabotiert oder an sich zweifelt. Bekommt ein Kunde nicht, was er erwartet hat, braucht es ein Team, das dahintersteht: Man hat sein Bestes gegeben, macht es beim nächsten Mal anders oder passt auf, „dass wir solche Kunden gar nicht erst an Land ziehen“.
- Nach einem Misserfolg ist das Verständnis im Team sehr wichtig.
- Auch ein unpassender Kunde ist eine Lehre für das nächste Mal.
- Schwer wird es erst durch Selbstsabotage und Selbstzweifel.
17:02Wie hat Nina ihre Selbstzweifel überwunden?
Am Anfang hat Nina sich selbst sabotiert, sagt sie. Geholfen hat ein gemeinsames Meeting nach etwa einem Monat bei OB2B, in dem jeder erzählt hat, wie er im Vertrieb gelandet ist: eine Person aus dem Lehrerberuf, eine, die bei einer Bank gearbeitet hatte, und eine ehemalige zahnärztliche Assistentin. So merkte Nina, dass ihr Gefühl ganz normal ist und es mit der Zeit kommt. Am wichtigsten war für sie die Unterstützung der Kollegen.
- Geschichten von Kollegen mit ähnlichem Weg zeigen Neuen, dass ihre Zweifel normal sind.
- Ninas Kollegen kamen aus dem Lehrerberuf, aus einer Bank und aus einer Zahnarztpraxis.
- Verständnis für Leute, die gerade erst mit Vertrieb anfangen, war für Nina am wichtigsten.
18:17Durchsetzungsvermögen: Muss man im Vertrieb extrovertiert sein?
Nein. Was man mitbringen muss, ist Durchsetzungsvermögen, sagt Dominka: Man kann es lernen, aber auch einfach mitbringen, und wer sich nicht durchsetzen kann, für den ist Vertrieb „gar nichts“. Nina kennt Kollegen, die privat nicht so laut sind, aber am Telefon gern eine andere Seite zeigen; sie brauchen nur einen kleinen Push. Dominka hört solchen Kollegen am Telefon zu und denkt: „so spricht keiner, der introvertiert ist“. Durchsetzungsvermögen ist für sie eine innere Sache: Wer das Produkt gut findet, lässt es sich nicht von einem Einwand ausreden.
- Rund 99 Prozent des OB2B-Teams sind Quereinsteiger, schätzt Dominka; vielleicht ein oder 2 hatten vorher Vertrieb gemacht.
- Viele Kollegen sind von der Definition her introvertiert, aber im Vertrieb spürt man das nicht.
- Durchsetzungsvermögen heißt: nicht auf dem herumtrampeln lassen, wofür man steht.
21:07Was heißt Empathie im Vertrieb?
Nicht „Ja, okay, Sie haben recht, das ist vielleicht nichts für Sie“, sagt Dominka. Empathie im Vertrieb heißt für sie, zu wissen, was für die andere Seite wichtig ist, auch wenn sie es selbst nicht merkt, und ihr zu zeigen, was ihr guttun sollte. Nina glaubt, Empathie kann man nicht lernen. Am Telefon sieht man sie weniger, in Meetings mit Kunden und Interessenten ist sie sehr wichtig: zeigen, dass man „ein Ohr für die Leute“ und ihre Bedürfnisse hat. Mit reiner Alltags-Empathie verliert man laut Nina das Durchhaltevermögen; es braucht eine Balance zwischen beiden Eigenschaften.
- Wer Empathie nicht hat, kann sie laut Dominka auch nicht vorspielen.
- Alltags-Empathie will, dass sich jemand besser fühlt; Empathie im Vertrieb zeigt ihm, was ihm guttut.
- In Kundenmeetings zählt, nicht alles schwarz-weiß zu sehen.
23:52Pro oder Kontra: Ist Lehrererfahrung ein Vorteil im Vertrieb?
Pro, sagt Nina, auch wenn es nicht die wichtigste Sache beim Einstieg ist. Dominka richtet sich an Lehrer, die ihren Job satt haben: „Lehrer sind echt gut im Vertrieb.“ Mit Kindern und später mit Erwachsenen muss man viel verhandeln, und wer Grammatik erklärt, findet kreative Wege, etwas nahezubringen. Dazu kommt das Paraphrasieren: Wer dieselbe Sache auf verschiedene Arten sagen kann, für den ist das im Vertrieb „total ein Vorteil“.
- Lehrer hatten viele verschiedene Menschen vor sich, Erwachsene und Kinder.
- Als Lehrer muss man immer einen Kompromiss finden, besonders mit Kindern, sagt Nina.
- Paraphrasieren ist für Dominka „absolut eine Lehrersache“.
25:55Braucht man eine kaufmännische Ausbildung für den Vertrieb?
Nein, sie ist nicht ausschlaggebend, sagt Nina: ein Pro, wenn man sie hat, aber kein Kontra, wenn nicht. Ein Kontra könnte es höchstens sein, wenn jemand nichts Neues lernen will und erwartet, im neuen Job gleich gut zu sein. Dominka erzählt von einem Kunden, der seit Jahren bei OB2B ist und Kaltakquise früher total abgelehnt hat, weil sie für ihn „nie im Leben“ funktionieren könne: „Man muss es halt ausprobieren.“
- Keine kaufmännische Ausbildung ist für Nina „so dazwischen“.
- Wichtiger ist die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen.
- Ein Kunde, der Kaltakquise total abgelehnt hat, ist heute seit Jahren Kunde von OB2B.
27:04Ist Ungeduld im Vertrieb ein Vorteil?
Kontra, sagt Nina, „weil im Vertrieb nie was so schnell kommt“. Dominka sieht auch die andere Seite: Wer beißt und schnell etwas erreichen will, den kann Ungeduld motivieren. Vielleicht kann das mal gesund sein, „aber auf Dauer ist es wahrscheinlich etwas, was total zerstört“. Bei neuen Projekten ist ein bisschen Ungeduld laut Nina gut, langfristig nicht. Für Dominka ist Geduld generell immer ein Pro.
- Mit etwas Geduld ist es für die Person leichter, sagt Nina.
- Ungeduld kann am Anfang motivieren, etwa bis zum ersten Termin.
- Auf Dauer schadet sie, sagt Dominka.
28:17Perfektionismus im Vertrieb: Pro oder Kontra?
Für Dominka „ein klarer Nachteil“: Perfektionismus kostet viel Zeit für Unwichtiges, etwa einen Text ordentlich zu machen, den keiner lesen wird, oder lange Recherche, die nichts bringt. Lieber geht sie spontan ins Gespräch, manchmal auch unvorbereitet; sie sei eher Improvisation als Perfektionist. Nina sieht es „irgendwie dazwischen“, aber zusammen mit Ungeduld kann es „zum Verhängnis werden“. Sie selbst kann mit Fehlern leben und nennt sich eher diszipliniert.
- Perfektionismus kostet Zeit für Sachen, die wirklich unwichtig sind.
- Spontan in ein Gespräch zu gehen ist laut Dominka immer gut.
- Nina: „Es muss nicht alles perfekt sein.“
30:32Verkaufserfahrung und Technik: Was muss man mitbringen?
Vorherige Verkaufserfahrung ist „kein Pro, kein Kontra“, sagt Nina. Bei Technik ist es anders: „Man kann alles lernen, aber ich denke, man muss schon ein bisschen technisch begabt sein.“ Wer Microsoft benutzen und googeln kann und nicht gegen neue Tools ist, hat es leichter. Heute findet man mit ChatGPT, Google und YouTube alles, und die Tools bei OB2B sind ganz intuitiv. Dominka: „Man muss schon affin sein.“
- Unter denen, die geblieben sind, war laut Dominka keiner „unglaublich unbegabt“.
- Die Bereitschaft, neue Tools zu lernen, macht den Einstieg leichter.
- Mit ChatGPT, Google und YouTube kann man heute alles finden, sagt Nina.
31:58Angst vor Ablehnung: Wie geht man damit um?
Nicht persönlich nehmen, sagt Dominka: Sehr viele haben bei OB2B mit großer Angst vor Ablehnung angefangen, und das Wichtigste, was man ihnen sagen muss, ist: „Es ist nicht persönlich.“ Nimmt man es doch persönlich, soll man sich daran erinnern, dass es nichts mit einem als Person zu tun hat. Nina sieht die Angst eher als Kontra, wusste beim Start aber gar nicht, dass sie ein Problem sein könnte; später lernt man, dass Ablehnung normal ist. Und: „Auch nach 10 oder 15 Neins kommt ein Ja.“
- Ablehnung hat nichts mit dir als Person zu tun.
- Wenn mal eine Zusage kommt, freut man sich umso mehr, sagt Dominka.
- Man muss wissen, dass Ablehnung ganz normal ist, sagt Nina.
33:33Fazit: Sind Quereinsteiger im Vertrieb willkommen?
Ja, sagt Dominka: „Quereinsteiger im Sales sind wirklich herzlich willkommen.“ Sie selbst, Nina und die ganze Firma sind quer eingestiegen, und Quereinsteiger seien „optimal für den Vertrieb“.
- Vertriebserfahrung ist keine Voraussetzung für den Einstieg.
- Mitbringen sollte man Motivation, Disziplin, Durchsetzungsvermögen und Empathie.
- Nina Debeljak teilt jede Woche Posts auf LinkedIn.
Wichtigste Erkenntnisse
- Quereinsteiger im B2B-Vertrieb brauchen keine Vertriebserfahrung: Bei OB2B sind laut Dominka rund 99 Prozent des Teams quer eingestiegen.
- Der erste Monat ist laut Nina Debeljak der wichtigste; geholfen haben ihr ein gutes, längeres Onboarding und Kollegen mit ähnlichem Werdegang.
- Angst vor den ersten Telefonaten ist normal; mit jedem Telefonat wird es leichter, und vieles spielt sich nur im Kopf ab.
- Lehrer bringen viel mit: zuhören, Geduld, Kreativität, verhandeln und paraphrasieren.
- Ein früher Termin ist kein Beweis für Können; manchmal ist er einfach Glück.
- Auch sehr gute Vertriebler waren nicht auf Anhieb erfolgreich; auf die Nase zu fallen gehört zur Lernkurve.
- Introvertierte können im Vertrieb stark sein; entscheidend ist das Durchsetzungsvermögen, und das ist eine innere Sache.
- Empathie im Vertrieb heißt nicht, dem Kunden recht zu geben, sondern ihm zu zeigen, was ihm guttun sollte.
- Perfektionismus kostet Zeit für Unwichtiges; Dominka geht lieber spontan ins Gespräch.
- Ablehnung nicht persönlich nehmen: Auch nach 10 oder 15 Neins kommt ein Ja.
Pull Quotes
„Ich hab vom Studium schon ein paar Leute hier gekannt, die hier für eine längere Zeit gearbeitet haben, und ich dachte mir: Okay, sie haben es gelernt. Ich kann es auch lernen.“
„Man darf nicht immer einen gewonnenen Deal oder ein vereinbartes Meeting oder ein erfolgreiches Meeting als den Punkt nehmen, an dem man irgendwie besser geworden ist.“
„Auch nach 10 oder 15 Neins kommt ein Ja. Und das ist am Ende des Tages das Wichtigste.“
Gast
Nina Debeljak — BDS, OB2B
Dominka Babić — COO, OB2B (Host)
FAQ
Kann man ohne Erfahrung in den Vertrieb einsteigen?
Ja. Laut Dominka muss man keine Erfahrung haben, um in den Vertrieb reinzukommen, aber ein paar Sachen sollte man mitbringen, vor allem Motivation und Durchsetzungsvermögen. Bei OB2B sind rund 99 Prozent quer eingestiegen, auch Dominka und Nina, die beide Germanistik studiert und unterrichtet haben.
Was hilft Quereinsteigern im ersten Monat im Vertrieb?
Ein gutes, längeres Onboarding, sagt Nina Debeljak. Im ersten Monat lernt man, sich zurechtzufinden und was man überhaupt verkauft. Geholfen haben ihr Kollegen, die den gleichen Weg hinter sich hatten, und ein Meeting, in dem jeder erzählt hat, wie er im Vertrieb gelandet ist. Mit jedem Telefonat wird es leichter.
Sind Lehrer gut im Vertrieb?
Ja, sagen beide. Lehrererfahrung ist laut Nina immer ein Pro, auch wenn sie nicht das Wichtigste ist. Lehrer können zuhören, sind geduldig, verhandeln viel, besonders mit Kindern, und finden kreative Wege, etwas zu erklären. Paraphrasieren ist für Dominka „absolut eine Lehrersache“.
Kann man als introvertierter Mensch im Vertrieb arbeiten?
Ja. Viele bei OB2B sind laut Dominka von der Definition her introvertiert, aber im Vertrieb spürt man das nicht. Nina kennt Kollegen, die privat nicht so laut sind und das Telefon nutzen, um sich als eine andere Person darzustellen. Entscheidend ist das Durchsetzungsvermögen, und das ist eine innere Sache.
Braucht man eine kaufmännische Ausbildung für den Vertrieb?
Nein, sie ist nicht ausschlaggebend, sagt Nina: ein Pro, wenn man sie hat, aber kein Kontra, wenn nicht. Ein Nachteil könnte höchstens sein, nichts Neues lernen zu wollen. Auch vorherige Verkaufserfahrung ist für sie „kein Pro, kein Kontra“.
Ist ein schneller erster Termin ein Zeichen, dass man gut im Vertrieb ist?
Nicht unbedingt. Ein Termin in der ersten oder zweiten Woche gibt Elan, sagt Dominka, aber man darf einen gewonnenen Deal oder ein vereinbartes Meeting nicht immer als den Punkt nehmen, an dem man besser geworden ist. Manchmal ist es einfach Glück.
Muss man technisch begabt sein, um im Vertrieb zu arbeiten?
Ein bisschen schon, sagt Nina: Man kann alles lernen, aber mit etwas technischer Begabung wird die Arbeit leichter. Wer Microsoft benutzen und googeln kann und offen für neue Tools ist, hat es einfacher. Dominka: „Man muss schon affin sein.“
Wie geht man mit Ablehnung in der Kaltakquise um?
Nicht persönlich nehmen, sagt Dominka: Ablehnung hat nichts mit einem als Person zu tun. Viele bei OB2B haben mit großer Angst vor Ablehnung angefangen. Nina: Man muss wissen, dass es ganz normal ist, und auch nach 10 oder 15 Neins kommt ein Ja.
Transkript4.825 Wörter · ca. 22 Min. LesezeitAnzeigenAusblenden
0:57Quereinsteiger im Vertrieb: Braucht man Erfahrung?
0:57Dominka: Action, Mensch. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des OB2B-Podcasts unter dem Namen Dialing Out, the OB2B Podcast. Unser heutiger Gast: die Nina.
1:14Nina: Hallo, ich bin die Nina.
Dominka: Herzlich willkommen, Nina. Du bist schon zum dritten, vierten Mal hier.
1:19Nina: Zum dritten Mal.
1:20Dominka: Zum dritten Mal. Nina ist unser BD Specialist, beziehungsweise nein, das war jetzt falsch: unser BD Strategist. Sie war bisher bei den Themen zur Frauenquote und so weiter mit dabei. Disziplin haben wir beim letzten Mal besprochen, und dann fiel mir ein: Nina, du bist genauso wie ich ein absoluter Quereinsteiger.
Nina: Das stimmt, ja.
1:47Dominka: Wir haben gar nichts in unserem Leben gelernt, was überhaupt mit Vertrieb zu tun haben sollte.
1:53Nina: Nee, alles haben wir eigentlich hier bei OB2B gelernt, wie viele unserer Kollegen. Deswegen finde ich das Thema ganz spannend.
2:00Dominka: Genau. Also Quereinsteiger im Sales ist, glaube ich, kein wirklich seltenes Thema oder Phänomen. Aber vielleicht können wir es mal ein bisschen entmystifizieren: wie wir das geschafft haben und was es braucht, um das Ganze hinzubekommen. Deswegen habe ich dich extra eingeladen. Ich glaube, es ist ganz spannend, weil wir eigentlich einen sehr ähnlichen Werdegang hatten. Und wir können dann vielleicht darüber sprechen, was unser Studium uns mitgegeben hat, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass wir hier gelandet sind. Und wenn jemand darüber nachdenkt, im Vertrieb was zu machen: keine Angst. Du musst eigentlich keine Erfahrung haben, um in den Vertrieb reinzukommen. Aber es gibt ein paar Sachen, die man schon mitbringen sollte, gell?
2:56Ninas Weg: Von der Sprachschule in den Vertrieb
2:56Dominka: Gut, dann lass uns anfangen. Ich hab ein paar Sachen, die ich dich abfragen wollte, und zwar, Nina: dein Hintergrund zu der ganzen Sache?
3:04Nina: Steht auf meinem LinkedIn-Profil. Genau: Ich hab Germanistik studiert, wie eigentlich, denke ich, viele bei OB2B, auch wie du. Neben Germanistik Türkisch, türkische Sprache und Literatur. Also hat nichts mit Sales zu tun, mit dem Vertrieb, und ich habe nie gedacht, dass ich so etwas in meinem Leben machen werde, weil ich immer Lehrerin sein wollte. Und das habe ich auch für ein paar Jahre versucht, in einer Sprachschule, ich denke, für 5 Jahre. Ich habe mit Kindern gearbeitet, auch mit Erwachsenen, und nach 5 Jahren habe ich mir gedacht: Okay, ich möchte was anderes ausprobieren. Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, etwas anderes zu lernen. Weil wenn ich es nicht jetzt mache, dann bleibe ich für immer in einer Schule und werde für immer eine Lehrerin. Und ich wollte etwas anderes machen, weil ich mir dachte: Okay, ich kann immer wieder in die Schule zurückkommen, wenn das mit dem anderen Beruf nicht klappt. Und eigentlich hast du mich kontaktiert.
Dominka: Das weiß ich noch.
4:10Nina: Ja, auf LinkedIn. Ich bin einfach zum Interview gekommen und fand das ganz interessant. Ich hab vom Studium schon ein paar Leute hier gekannt, die hier für eine längere Zeit gearbeitet haben, und ich dachte mir: Okay, sie haben es gelernt. Ich kann es auch lernen. Und ich wusste gerade nicht, was ich machen soll.
4:33Warum der Lehrerberuf ein bisschen Vertrieb ist
4:33Dominka: Du sagst gerade, du könntest immer wieder zurückgehen und Lehrerin werden. Würdest du das jetzt noch machen wollen, gell? Ich auch nicht.
4:40Nina: Nein. Ich finde diesen Beruf wunderschön, aber ich denke, es gibt positive Seiten bei anderen Berufen, und der Lehrerberuf ist ja ganz spezifisch, besonders in Kroatien. Ich denke, er wird nicht mehr so geschätzt wie früher. Aber ich habe die besten Sachen aus diesem Job genommen und sie hier dann erweitert. Und gerade unser letztes Thema, Disziplin, ist eine Sache davon, die ich im Studium und auch bei meinem alten Job gelernt habe.
Dominka: Okay.
5:15Nina: Ja, und jetzt bin ich hier seit, ich denke, etwas über 3 Jahren.
5:22Dominka: Ich bin auch immer voll froh, dass ich da nicht weitergemacht habe, weil ich glaube, es ist sehr unehrlich, wenn man irgendwas macht, wo man wirklich nicht dahintersteht.
Nina: Ja, zu 100 Prozent.
5:36Dominka: Ich hab eine Freundin, die ist Lehrerin, die arbeitet als Lehrerin und macht das voll gern. Ich war, glaube ich, gar nicht so schlecht, aber trotzdem hab ich mich bei diesem Job halt nicht gut gefühlt. Ich wollte einfach selber irgendwie was Neues lernen. Ich glaub, das ist dasselbe wie bei dir. Und da bin ich auch überglücklich, dass es dann wirklich Leute machen, die zu 100 Prozent dahinterstehen und voll gerne Lehrer sind.
6:04Nina: Ja, ich hab auch Freunde, die das noch immer machen, und sie finden das super. Und sie sagen dann zu mir: Okay, ich könnte nie was machen wie du jetzt, also Sales oder Vertrieb. Und dann sage ich zu denen: Wenn du ein bisschen mehr darüber nachdenkst, ist der Lehrerberuf auch ein bisschen so vertrieblerisch, weil du dich auch an die Leute verkaufen musst, dein Bestes geben, einen Eindruck hinterlassen. Besonders in einer Sprachschule, damit die Leute wieder zu dir ins nächste Semester kommen und die Sprache weiter lernen wollen. Aber ich finde den Job schön. Er hat gute Seiten: die Kreativität, die Disziplin, die man dort lernt, mit Leuten zu sprechen. Das sind eigentlich die Sachen, die ich jetzt auch in diesem Job machen kann, und deswegen freut es mich, dass ich das Ganze nicht beim Lehrerberuf gelassen habe.
6:55Warum bleiben Quereinsteiger im Vertrieb?
6:55Dominka: Ja. Ich bin jetzt seit 9 Jahren im Vertrieb, und ich merk das auch immer. Auch wenn ich in der Zwischenzeit mal was anderes gemacht habe: Es ist irgendwie immer der Vertrieb, der das Ganze prägt. Es ist wirklich so. Du kannst jetzt vielleicht auch mal was anderes machen, aber du wirst es immer wieder mit dieser vertrieblichen Note machen, glaube ich. Das ist gerade, glaube ich, bei uns Quereinsteigern so eine Sache. Wenn du mal quer in eine Sache einsteigst, egal ob Vertrieb oder egal was, dann bleibst du, glaube ich, auch länger in so einem Job. Und dann ist es, glaube ich, auch etwas, wo man sich nach einer Zeit einfach gefunden hat.
7:43Nina: Genau. Es ist immer eine neue Herausforderung, man lernt immer was Neues, und ich denke, es ist ganz dynamisch. Und das finde ich interessant daran.
7:53Was braucht ein Quereinstieg? Motivation, Disziplin und etwas Angst
7:53Dominka: Apropos Quereinsteiger: Ich war ja auch bei diesem Kurs, diesem Sommelierkurs. Und da waren sehr viele Leute, die eigentlich was mit Gastronomie, Hotels und so zu tun haben oder selber irgendwie ein Weingut haben oder so was in der Art. Ich war ja fast eine der einzigen, die gar nichts damit zu tun hat. Es war auch ein Arzt mit dabei, der ist genauso wie ich einfach quer eingestiegen. Aber wir waren halt mit die Motiviertesten, die Leute, die wirklich richtig Lust hatten, das zu machen. Und das ist auch immer so eine Sache: Wenn du irgendwo quer einsteigst, dann musst du auch wissen, es ist eigentlich sehr viel Motivation dahinter.
Nina: Stimmt.
8:38Dominka: Und dann kommen wir noch mal zurück zur Disziplin. Aber Motivation: Hey, ich werde das jetzt irgendwie versuchen, und ich kann das auch machen.
8:45Nina: Und ein bisschen Angst ist auch normal. Du hast gemeint, man sollte keine Angst haben, aber ich hatte natürlich Angst.
8:51Dominka: Ja. Das war jetzt eine Mücke, noch ein Gast.
8:55Kann man Sales lernen? Onboarding und die ersten Telefonate
8:55Dominka: Okay. Also würdest du sagen, Sales kann man lernen?
Nina: Ja.
Dominka: Wie hast du das geschafft?
9:00Nina: Mit einem guten Onboarding. Ich denke, das ist sehr, sehr wichtig für die Leute, die das nie gemacht haben: so ein gutes und längeres Onboarding zu haben. Ich würde mal sagen, man lernt noch immer was Neues, aber ich denke, der erste Monat ist wirklich der wichtige in diesem ganzen Job. Man muss sich zurechtfinden, man muss lernen, was man überhaupt verkauft. Am Anfang haben wir alles über OB2B gelernt, später waren es andere Projekte. Aber ich denke, hier hat wirklich das Onboarding geholfen. Die Kollegen, die das auch hinter sich hatten, ihre Erfahrung. Die haben vielleicht auch das Gleiche studiert und mussten auch erst Vertrieb lernen. Das hat mir geholfen. Und natürlich die ersten Telefonate, obwohl das am Anfang schrecklich für mich war. Ich hatte wirklich viel Angst. Aber mit der Zeit wird es einfach ganz normal, am Telefon zu sein, und ich fand es nicht mehr so, wie kann ich das sagen, so schrecklich wie am Anfang. Ich fand es wie einen kleinen Horror für mich, so das erste Telefonat, aber das musste nicht so sein. Das war alles in meinem Kopf.
10:23Dominka: Ich glaub, das Gute ist halt einfach, vor allem bei uns am Anfang: Da sagt dir keiner: Ey, das hast du richtig scheiße gemacht.
Nina: Nee.
Dominka: Sondern: Hey, okay, ja gut, hier und da …
10:38Nina: Mit jedem Telefonat wird's leichter und natürlich besser.
10:41Welche Soft Skills bringen Lehrer in den Vertrieb mit?
10:41Dominka: Genau. Und ich glaub auch, nach einer Zeit merkst du dann: Hey, ich hab ja eigentlich schon ganz viel Erfahrung aus meinem Leben, die ich in das Ganze mitbringen kann.
Nina: Das stimmt.
Dominka: Und dann wird es, glaube ich, auch einfacher. Und das sind vor allem solche Soft Skills, die vielleicht gerade aus deinem bisherigen Beruf hergekommen sind, ne?
11:00Nina: Ja, würde ich auch sagen. Einfach die Leute verstehen, zuhören, das lernt man als Lehrer, würde ich sagen, sehr gut. Die Leute besser verstehen, die ganze Motivation, die dahintersteckt. Disziplin ist sehr wichtig, ich denke, das haben wir alle im Studium gelernt. Bei der Germanistik war das auch ein bisschen spezifisch, weil es nicht immer leicht war, Germanistik zu studieren. Man musste diszipliniert sein, um einige Fächer zu bestehen, und einfach geduldig bleiben. Ich würde sagen, das ist auch wichtig. Also wie ein Lehrer geduldig mit seinen Schülern ist und Geduld hat, bis sie etwas Neues lernen und es wieder benutzen können, jetzt bei der Sprache: So muss man auch hier geduldig sein, bis man zu einem ersten Meeting kommt oder zu einem ersten Erfolg, oder bis man endlich zufrieden ist mit dem Produkt seiner Arbeit. Ich würde mal sagen, das sind die wichtigsten, und auch Kreativität. Man muss einfach manchmal in den Telefonaten kreativ sein, um das Beste aus dem Telefonat zu machen.
12:14Lernkurve und Glück: Was sagt der erste Termin?
12:14Dominka: Ja. Ich glaube, es ist auch sehr wichtig, dass man sich selbst nicht runtermacht mit solchen Sachen: Hey, boah, hab ich das gerade total blöd gemacht, das kann ich nicht wieder hinbekommen, das ist irgendwie etwas, was ich nicht schaffen werde. Wenn man das direkt macht, dann kann man es auch lassen, glaube ich. Aber das Gute ist halt, man kriegt die Motivation vielleicht auch ein bisschen von außen. Es gibt sicher eine Lernkurve, die bei allen ähnlich ist, aber ich würde sagen, es gibt trotzdem Unterschiede. Es hängt auch von der Person ab, und manchmal ist die Lernkurve, glaube ich, auch mit ein bisschen Glück verbunden. Ich glaube, wenn du total Glück hattest und in deiner ersten oder zweiten Woche schon einen Termin vereinbart hast, dann hast du total diesen Elan bekommen. Und hast dann vielleicht viel mehr Motivation, die Lernkurve fühlt sich dann viel steiler an, als wenn man wirklich sehr lange braucht, bis man irgendwie zum Erfolg kommt. Aber das ist auch wichtig zu sagen: Man darf nicht immer einen gewonnenen Deal oder ein vereinbartes Meeting oder ein erfolgreiches Meeting als den Punkt nehmen, an dem man irgendwie besser geworden ist. Weil manchmal, es ist jetzt ein bisschen gemein, aber manchmal ist es einfach nur Glück gewesen, ne?
13:29Nina: Natürlich, ja. Aber ein bisschen Glück braucht man immer, ich denke, in diesem Job.
13:34Warum man im Vertrieb auf die Nase fallen muss
13:34Dominka: Aber auf jeden Fall ist es etwas, was einen noch mal pusht, ne? Ich muss aber sagen: Sehr gute Vertriebler bei uns haben tatsächlich nicht so angefangen, dass sie auf Anhieb super erfolgreich waren und direkt super gut Termine gewonnen haben. Ich finde, ein sehr wichtiger Faktor bei dieser Lernkurve ist es, wirklich mal auf die Nase zu fallen. Aber nicht so, dass man dann die Motivation komplett verliert, sondern dass man die andere Perspektive noch mal sieht. Ein Beispiel: Eine Kollegin von uns ist eine super begabte Person für Vertrieb, würde ich mal sagen. Sie ist sehr systematisch, sprachlich eloquent, versteht Themen ganz gut. Aber der Draht zu dem Kunden von uns war damals einfach nicht gut. Und obwohl man denkt: Ja okay, das passt irgendwie. Aber wenn der Kunde auf der anderen Seite trotzdem immer wieder was zu meckern hat, dann ist das noch mal so ein Ding: Okay, von außen kommt jetzt vielleicht nicht das, was ich erwartet habe. Und das ist dann auch eine Sache, aus der man wirklich sehr viel lernen kann. Das ist so richtig auf die Nase fallen, aber vielleicht auch nicht zu Recht. Aber trotzdem helfen auch solche Situationen, wenn eigentlich alles passt und du trotzdem schlechtes Feedback hast.
15:07Nina: Ja, Misserfolge muss man auch lernen. Das habe ich eigentlich schnell gelernt, weil das für mich am schwierigsten war. Ich war früher diejenige, die den Leuten was beigebracht hat. Und jetzt bin ich in diesem Job, wo ich fast nichts … Ich weiß nichts über das Thema, ich kenne den Job nicht, ich weiß nicht, was ich jetzt machen kann. Und dort habe ich so schnell gelernt: Okay, das kommt einfach dazu, ich muss mich anpassen. Misserfolge sind hier ganz normal, und keiner sagt dir was Schlechtes oder Böses dazu, weil das einfach der Alltag bei uns im Vertrieb ist. Man geht einfach weiter, und wie du gesagt hast, man lernt was Neues aus diesen Misserfolgen und motiviert sich weiter für die nächsten Schritte.
15:51Wenn es nicht läuft: Liegt es an dir?
15:51Dominka: Genau. Also ich sag auch immer: Gerade bei solchen Sachen ist es immer wieder das Team, das es ausmacht. Ja okay, vielleicht ist es gerade nicht gut gelaufen. Aber es ist wirklich immer wichtig, dass das Verständnis von den Leuten dahinter da ist. Auch wenn man dem Partner, dem Kunden, dem man etwas liefern sollte, jetzt nicht das geliefert hat, was er sich erhofft oder erwartet hat. Das kann ab und zu mal vorkommen. Dann ist es wirklich sehr, sehr wichtig, dass man einfach ein Team hat, das dahintersteht: Hey, okay, wir haben das vielleicht nicht optimal gemacht, oder wir haben unser Bestes gegeben. Beim nächsten Mal wissen wir, dass wir das so nicht machen sollten. Oder vielleicht wissen wir: Hey, beim nächsten Mal passen wir auf, dass wir solche Kunden gar nicht erst an Land ziehen. Das ist ja auch irgendwie so …
16:46Nina: Ein Ergebnis.
16:47Dominka: Genau. Also die Leute sollten schon wissen: Es liegt nicht immer an dir, wenn's nicht gut läuft. An dir liegt's nur dann, wenn du dich wirklich selbst sabotierst oder an dir selbst zweifelst. Dann wird's, glaub ich, schwer.
Nina: Stimmt.
17:02Wie hat Nina ihre Selbstzweifel überwunden?
17:02Dominka: Ist es dir schon passiert, dass du wirklich sehr lange an dir selbst gezweifelt hast? Oder hattest du die Möglichkeit, dass sehr schnell objektiv klar wurde, dass das nicht nur deine Schuld ist?
17:13Nina: Am Anfang habe ich mich, denke ich, selbst sabotiert, aber was mir eigentlich geholfen hat: Ich war damals vielleicht einen Monat bei OB2B, und wir hatten so ein gemeinsames Meeting, wo jeder seine Geschichte erzählt hat, wie er eigentlich im Vertrieb gelandet ist. Und das hat mir wirklich geholfen: die verschiedenen Geschichten zu hören und dass meine Kollegen eine ähnliche Sache erlebt haben. Eine Person kam auch aus dem Lehrerberuf. Eine andere Person hatte früher bei einer Bank gearbeitet. Und eine dritte Person war zahnärztliche Assistentin. Ich denke, solche Geschichten haben mir geholfen: Okay, das ist ganz normal, wie ich mich jetzt fühle, und das kommt einfach mit der Zeit. Und ich denke, da war wirklich die Unterstützung von den Kollegen und das Verständnis für die Leute, die erst mit dem Vertrieb anfangen, für mich am wichtigsten.
18:17Durchsetzungsvermögen: Muss man im Vertrieb extrovertiert sein?
18:17Dominka: Ich glaube, wir sind eigentlich so zu 99 Prozent Quereinsteiger hier bei uns. Ich weiß nicht, ob wir ein oder 2 Kollegen hatten, die wirklich schon Vertrieb gemacht haben, bevor sie hier angefangen haben. Ist eigentlich eine gute Sache. Und ich würde jetzt mal sagen, wenn wir sagen, was es überhaupt ausmacht, im Vertrieb zu landen: Es wird immer wieder das Durchsetzungsvermögen sein. Das muss man mitbringen. Aber das ist ja nicht etwas, was per se im Vertrieb gelernt wird. Man kann es, glaube ich, lernen, aber man kann es einfach auch mitbringen. Wenn du das nicht machen möchtest, wenn du dich nicht durchsetzen kannst, dann ist der Vertrieb, glaube ich, auch gar nichts für dich, ne?
19:11Nina: Nee. Aber ich denke, wir haben auch Kollegen, die das in ihrem persönlichen Leben vielleicht nicht so gern haben. Sie sind vielleicht nicht so laut, aber sie mögen das Telefon, um sich als eine andere Person darzustellen und vielleicht die Sachen auszuprobieren, die sie im Alltag nicht so gerne machen. Und das finde ich auch super. Das bedeutet, die Person hat das in sich, aber sie braucht einen kleinen Push, um das Ganze voranzubringen.
19:42Dominka: Das ist noch mal so eine Sache, über die wir schon mal gesprochen haben: introvertierte und extrovertierte Leute. Mittlerweile ist es meines Erachtens hier so, dass sehr viele von der Definition her Introvertierte sind, aber im Vertrieb spürt man das wirklich gar nicht. Ich seh mich selber als Extrovertierte, und ich glaub, jeder, der mich kennt, wird das auch sagen. Ich hör den Leuten manchmal am Telefon zu und denk mir so: Du bist kein Introvertierter, so spricht keiner, der introvertiert ist. Aber tatsächlich sind sie im Privaten anders.
20:22Nina: Ja, das finde ich auch ganz interessant. Und es ist wirklich ein Vorteil für die Leute, die denken, dass sie vielleicht keinen Vertrieb machen können, weil sie introvertiert sind.
20:33Dominka: Genau. Aber man muss auch sagen: Egal ob du jetzt introvertiert bist oder nicht, das Durchsetzungsvermögen ist ja eigentlich eine innerliche Sache. Man lässt auf dem, wofür man steht, nicht herumtrampeln. Und das ist eigentlich die Einstellung, die, glaube ich, dann alle haben: Okay, ich habe ein Projekt, ich finde das Produkt gut, ich finde die Dienstleistung gut. Ich lass mir da jetzt nicht mit einem Einwand einreden, dass es nichts ist, was für die gut ist.
Nina: Das finde ich auch spannend.
21:07Was heißt Empathie im Vertrieb?
21:07Dominka: Des Weiteren hab ich noch eine Sache, die ich sehr, sehr wichtig finde, und das ist die Empathie, die dann auch immer mit dabei ist. Wer Empathie nicht hat, ich glaube, der kann sie auch nicht vorspielen.
21:22Nina: Nee, ich denke, Empathie kann man nicht lernen. Das hat man in sich. Ich denke, das ist auch sehr wichtig, und das wird eigentlich bei vielen Berufen geschätzt. Aber besonders im Vertrieb: Am Telefon ist es vielleicht nicht so sichtbar, wer empathisch ist oder nicht. Aber in Meetings mit unseren Kunden oder bei Gesprächen mit den Firmen, die vielleicht ein Kunde von uns werden wollen, ist es sehr, sehr wichtig, Empathie zu zeigen. Und einfach mal zu zeigen, dass wir auch ein Ohr für die Leute haben und für ihre Bedürfnisse, und dass bei uns nicht einfach alles schwarz und weiß ist.
22:04Dominka: Weißt du, was ich noch wichtig finde? Wenn man von Empathie spricht, dann ist es ja nicht nur so eine Sache, wo man sich denkt: Ah ja, okay, tut mir leid, Sie sind so nett und so weiter. Das ist es ja eigentlich nicht. Empathie ist für mich auch ein Merkmal des Menschen, dass er wirklich weiß: Das ist für die andere Seite wichtig, aber du merkst nicht, dass es wichtig ist. Und durch das, was ich von dir jetzt erfahren habe, möchte ich dir auf meine Art und Weise zeigen, und das ist für mich auch Empathie, dass es eigentlich etwas ist, was dir guttun sollte. Das ist die Empathie, die man im Vertrieb braucht. Nicht nur, dass man jemandem einfach zuhört und halt sagt: Ja, okay, Sie haben recht, das ist vielleicht nichts für Sie. Das ist ja nicht Empathie, wie man sie eigentlich aus dem Alltag kennt, wo du sagen würdest, du möchtest jemandem helfen, dass er sich besser fühlt.
23:06Nina: Da verliert man auch das Durchhaltevermögen. Also es muss eine Balance zwischen diesen 2 Eigenschaften sein, denke ich.
23:15Dominka: Empathie wär jetzt ja: Oh, dir geht's nicht gut, du möchtest dich von der Brücke schmeißen? Ja, dann mach halt. Das ist ja nicht Empathie. Nee, Empathie ist ja eigentlich: Hey, du solltest nicht von der Brücke springen, weil da gibt's eine super Eisdiele nebenan, und dann gehen wir erst mal ein Eis essen, und dann denk mal drüber nach, ob das eine gute Idee ist oder nicht.
23:37Nina: Wieder eine Schwimmhose kaufen und mal schwimmen gehen.
23:40Dominka: Genau, genau. Es gibt Lösungen für alles. Franjo kann's nicht glauben, dass wir das jetzt als Beispiel genommen haben. Ja, Franjo, du bist nicht der Einzige mit schrägen Ideen.
23:52Pro oder Kontra: Ist Lehrererfahrung ein Vorteil im Vertrieb?
23:52Dominka: Ich hab noch ein kleines Spiel vorbereitet. Game Time bei uns, und zwar: Pro und Kontra für Quereinsteiger im Sales. Ich werde ein paar Eigenschaften nennen, und du sagst mir, ob das Pro oder Kontra ist, und dann können wir ein bisschen darüber diskutieren, ob es eher etwas ist, was gut für Sales ist, oder nicht. So, erste Eigenschaft: Lehrererfahrung. Puh. Oh, gell? Aber ich würd auch sagen, weil man so viele Menschen vor sich hatte, so viele verschiedene Menschen. Vor allem, wenn man mit Erwachsenen und mit Kindern gearbeitet hat. So eine Kombination.
24:30Nina: Ich würde sagen, es ist natürlich nicht die wichtigste Sache beim Einstieg in den Vertrieb, aber es ist immer ein Pro.
24:36Dominka: Auf jeden Fall. Also wenn da draußen irgendwelche Lehrer sind, die ihren Job satt haben und sich denken, was könnte ich machen: Lehrer sind echt gut im Vertrieb. Weil man, glaube ich, vor allem mit Kindern viel verhandeln muss, mit Erwachsenen später leider auch. Die sind auch manchmal kindisch geblieben. Oder, das ist auch ein Vorteil, wenn man Kind geblieben ist, nicht zu kindisch. Ich erinnere mich noch an meine Zeit: Du musst ja irgendwie, keine Ahnung, die Grammatik erklären, und sehr oft verstehen die Leute solche Sachen nicht auf Anhieb. Und da musst du irgendwie kreative Arten und Weisen finden, wie du einem was nahebringst.
25:17Nina: Damit es jeder versteht und es nicht so kompliziert ist. Und das Verhandeln mit Leuten, das stimmt auch als Lehrer. Man musste immer eine Balance finden, man musste immer einen Kompromiss finden, besonders mit Kindern, würde ich sagen. Und ich weiß, einer von unseren Kollegen hatte auch eine Episode dazu, und das Thema ist wirklich ganz interessant.
25:38Dominka: Ja. Und vor allem auch paraphrasieren. Das ist doch absolut eine Lehrersache, zu paraphrasieren. Und im Vertrieb, wenn du dieselbe Sache auf verschiedene Arten sagen kannst, dann ist das total ein Vorteil, ne?
Nina: Das stimmt.
25:55Braucht man eine kaufmännische Ausbildung für den Vertrieb?
25:55Dominka: Okay, gut. Keine kaufmännische Ausbildung: Pro oder Kontra?
26:03Nina: Ich würde sagen, es ist nicht ausschlaggebend, ob man sie hat. So dazwischen. Pro, wenn man sie hat, aber ich würde sagen, es ist kein Kontra. Vielleicht könnte es ein Kontra sein, wenn eine Person nicht so ganz was Neues lernen möchte und erwartet, gleich ganz gut in einem neuen Job zu sein. Aber ich würde sagen, so dazwischen, ja.
26:27Dominka: Ja, ich glaube, es kann nur dann Kontra sein, wenn man die Erfahrung aus einer anderen Zeit hat … Okay, gut. Da ist noch mal ein ganz gutes Beispiel: Wir haben ja einen Kunden, der schon jahrelang bei uns Kunde ist. Der hat Kaltakquise als Art der Neukundenakquise total abgelehnt. Er dachte sich, das kann nie im Leben für ihn funktionieren. Und jetzt? Ja, man muss es halt ausprobieren. Bei manchen funktioniert es dann doch.
27:04Ist Ungeduld im Vertrieb ein Vorteil?
27:04Dominka: Okay. Ungeduld.
27:07Nina: Kontra.
Dominka: Kontra?
27:09Nina: Ja. Ich will mal sagen, man muss Geduld haben, weil im Vertrieb nie was so schnell kommt. Manchmal kommt man schnell zu einem Resultat, aber ich denke, es ist leichter für die Person, wenn sie ein bisschen Geduld hat.
27:27Dominka: Ja, generell würde ich das auch sagen. Man muss geduldig sein, eigentlich immer. Aber trotzdem, weißt du, von der anderen Seite denke ich mir jetzt: Wenn du so einer bist, der beißt und irgendwie voll schnell zu was kommen will: Kann motivieren.
27:42Nina: Die Person wird motiviert durch diese Ungeduld, aber …
27:51Dominka: Vielleicht kann's mal gesund sein, aber auf Dauer ist es wahrscheinlich etwas, was total zerstört.
27:56Nina: Ich denke, bei neuen Projekten ist es vielleicht gut, wenn die Person ein bisschen ungeduldig ist und kaum warten kann, bis sie zu einem ersten Termin kommt oder bis der Kunde abschließt. Aber so langfristig …
28:15Dominka: Generell ist Geduld immer ein Pro.
28:17Perfektionismus im Vertrieb: Pro oder Kontra?
28:17Dominka: Okay, gut. Perfektionismus.
28:23Nina: Ich würde mal sagen, es ist auch irgendwie dazwischen. Vielleicht mit der ganzen Geschichte jetzt mit der Ungeduld: Wenn eine Person daneben noch Perfektionist ist, kann das zum Verhängnis werden. Kann schnell chaotisch werden. Und ich denke, für die Person ist es vielleicht ein bisschen schneller, einfach ein Vertriebler zu werden, weil die Person kaum warten kann, bis sie zu einem ersten Deal kommt.
28:51Dominka: Würdest du sagen, dass du ein Perfektionist bist?
28:56Nina: In manchen Sachen, aber so generell nicht, weil ich mit einem Fehler leben kann. Es muss nicht alles perfekt sein. Ich würde eher sagen, ich bin diszipliniert.
29:07Dominka: Ja. Also Perfektionismus ist für mich ein klarer Nachteil hier. Weil ich damit verbinde, dass sehr viel Zeit verloren geht für Sachen, die wirklich unwichtig sind. Wie zum Beispiel den Text ordentlich machen, den man irgendwie geschrieben hat und den eigentlich keiner lesen wird außer dir irgendwann mal. Oder, keine Ahnung, sehr lange Sachen recherchieren, die dann später auch nichts bringen. Also es ist immer gut, einfach mal spontan in ein Gespräch reinzugehen. Einfach manchmal unvorbereitet. Ich bin dann eher Improvisation als Perfektionist.
29:56Nina: Ja. Ich denke, das hilft.
29:58Dominka: Das ist auch okay. Wobei ich das Gefühl habe, dass sehr viele Leute denken, ich wär Perfektionist, aber das bin ich gar nicht. Denkst du, dass ich ein Perfektionist bin?
30:07Nina: Jetzt, wo ich mit dir in demselben Raum sitze, denke ich, dass du es ganz gut schaffst mit der Improvisation. Und eigentlich bist du mit so vielen Improvisationen, mit so vielen Gesprächen auch zu einem Perfektionisten in deinem Job geworden. Das kommt einfach dazu, nach so vielen Jahren.
30:25Dominka: Du siehst, dass ich ein chaotischer Mensch bin, und das möchtest du jetzt nicht offen sagen? Danke, Nina, hast du sehr schön gemacht.
30:32Verkaufserfahrung und Technik: Was muss man mitbringen?
30:32Dominka: Vorherige Verkaufserfahrung. Das ist, glaube ich, fast dasselbe.
30:39Nina: Kein Pro, kein Kontra.
30:47Dominka: Gut. Technikaffinität.
30:51Nina: Ja, für die Person, die vielleicht nicht so technisch begabt ist, wird's ein bisschen schwieriger. Aber ich denke, man muss hier auch motiviert und bereit sein, was Neues zu lernen. Also ich denke, für jede Person, die so Microsoft benutzen oder was googeln kann, wird es schon ein bisschen einfacher. Und wenn die Person nicht so ganz abgeneigt ist gegen die ganzen neuen Tools. Man kann alles lernen, aber ich denke, man muss schon ein bisschen technisch begabt sein. Die Arbeit wird dann leichter.
31:23Dominka: Sonst wird es schwer, wirklich. Aber ich würde sagen, wir hatten jetzt keinen in der Firma, der immer noch da ist, der unglaublich unbegabt war.
31:34Nina: Nee, wirklich nicht. Alle finden sich zurecht. Ich denke, heute mit ChatGPT, Google, YouTube kann man ja alles finden. Und ich würde mal sagen, auch die Tools, die wir benutzen, sind ganz intuitiv.
31:50Dominka: Ja. Absolut. Man muss schon affin sein.
31:58Angst vor Ablehnung: Wie geht man damit um?
31:58Dominka: Und letzte Sache: Angst oder Scheu vor Ablehnung?
32:05Nina: Ja, ich denke, das haben wir schon ein bisschen besprochen. Ich würde auch sagen, eher ein Kontra. Aber ich wusste gar nicht, dass das überhaupt ein Problem sein könnte, als ich bei OB2B gestartet habe. Später lernt man, dass es normal ist.
32:28Dominka: Ich glaub, hier haben sehr viele Leute angefangen, die sehr viel Angst vor Ablehnung hatten. Aber das Wichtigste, was man einem wirklich zu Anfang sagen muss, ist: Es ist nicht persönlich. Nimm's einfach nicht persönlich. Und wenn's mal passiert, dann wirst du es wahrscheinlich persönlich nehmen. Dann denk aber noch mal dran: Nimm's nicht persönlich. Es hat nix mit dir als Person zu tun. Und danach geh heim, schau dir einen Film an, geh ein Eis essen, spring von der Brücke. Okay, Ablehnung: ja, super nice. Wenn mal eine Zusage kommt, dann freut man sich umso mehr.
33:18Nina: Ja, das stimmt. Man muss versuchen zu wissen, dass es ganz normal ist, und auch nach 10 oder 15 Neins kommt ein Ja. Und das ist am Ende des Tages das Wichtigste.
33:33Fazit: Sind Quereinsteiger im Vertrieb willkommen?
33:33Dominka: Genau. Gut, ich würd mal sagen, wir sind durch mit unserer Sendung heute, beziehungsweise mit unserer Folge. Ich würd sagen, wir können ein ganz klares Fazit ziehen, und das ist: Quereinsteiger im Sales sind wirklich herzlich willkommen. Also wenn man uns betrachtet, uns zwei, oder auch die ganze Firma, würde ich mal sagen: OB2B, lauter Quereinsteiger. Quereinsteiger sind, würde ich sagen, optimal für den Vertrieb.
33:59Nina: Ich denke, Franjo stimmt auch zu. Ja, er sagt Ja.
34:02Dominka: Wir haben einen Daumen hoch bekommen. Gut. Daumen hoch auch für dich, Nina. Vielen herzlichen Dank, dass du wieder da warst.
Nina: Danke. Hat Spaß gemacht.
Dominka: Ja, hat mich gefreut, dass du wieder da bist und dass es dir Spaß gemacht hat. Kleiner Aufruf für unsere Zuschauer und Zuhörer: Nina gibt's bei LinkedIn, die könnt ihr gerne hinzufügen. Sie hat auch jede Woche spannende Posts. Ansonsten kann man unseren Channel abonnieren, da gibt's einen Subscribe-Button. Es gibt ein Kommentarfeld drunter: Wenn euch was gefallen oder auch nicht gefallen hat, gerne drunter schreiben. Einen Like-Button gibt's auch. Man kann's teilen, wenn man möchte. Und ich bin auch bei LinkedIn zu finden, und wir haben auch eine Webseite, wo wir noch mal zu sehen sind. Und das ist die 32. Folge. Wer die restlichen 31 Folgen noch nicht angeschaut hat, hey …
34:53Nina: Der hat was verpasst.
Dominka: Der hat ein Wochenende vor sich mit ganz spannenden Folgen. Genau. Okay, das war's. Vielen lieben Dank. Tschau.
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