Automatisierung und Tools im B2B-Vertrieb
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In dieser Folge
Folge 3 der Reihe Dialing Out. Kim spricht mit Dominka Babić, damals Head of Business Development (heute COO) bei OB2B, über Tools und Automatisierung in der B2B-Leadgenerierung: was sich seit den Excel-Tabellen von vor 7 Jahren geändert hat und warum man einiges automatisieren sollte, aber nicht alles.
Du hörst, welche Tools OB2B nutzt, wie ein Scraper 2 Stunden Arbeit spart, was ein CRM im Direktvertrieb können muss, wie rot, grün und grau die Pipeline sauber halten, wofür ChatGPT taugt und wo die Grenze liegt.
Lesezeit: 11 Minuten
Wir besprechen
- Tools und Automatisierung: ja, aber nicht alles
- 7 Jahre: Sales Navigator, Plugins, bessere CRMs
- Von Excel zum CRM, Klick-Telefonie, KI-Ideen
- Kims Definition: Tool und Automatisierung
- Der OB2B-Stack und die Safe Side
- Zeitversetzte E-Mails und Scraper: 2 Stunden gespart
- Follow-up-Mails: Platzhalter statt Einheitsmail
- Wie OB2B zum CRM kam
- Welches CRM im Direktvertrieb reicht
- Rot, grün, grau und das richtige Timing
- ChatGPT, Meeting-Transkripte und menschliches Feedback
- Partner ohne CRM: ERP als Kundenliste
- Die Grenze: automatisieren und vergessen
Show Notes
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1:16Sind Tools und Automatisierung im B2B-Vertrieb unverzichtbar?
Für einige Aufgaben ja, aber nicht für alle, sagt Dominka. Wer modern vorgehen will und nicht alles mit Stift und Papier aufschreiben, dem Klienten vorlesen oder per Post schicken möchte, für den macht es Sinn, einige Sachen zu automatisieren. Alles zu automatisieren, „kann einem zum Verhängnis werden".
- Automatisierung lohnt sich für alle, die nicht mehr mit Stift, Papier und Post arbeiten wollen.
- Einige Sachen automatisieren, aber nicht alles.
- Zu viel Automatisierung kann laut Dominka zum Verhängnis werden.
1:59Was hat sich in 7 Jahren geändert? Sales Navigator, Plugins, CRM
Vor etwa 7 Jahren konnte man Kontakte nicht so schnell aus dem Internet rausfischen wie heute, sagt Dominka. LinkedIn Sales Navigator, den OB2B oft nutzt, ist heute viel mächtiger als vor 10 Jahren: Es sind viel mehr Leute und Informationen drin, und er ist erst in den letzten paar Jahren richtig lebendig geworden. Dazu kommen kleine Plugins, die Kontakte schneller rausfischen und Listen sortieren, Tools zum Säubern und deutlich bessere CRM-Tools. Kontakte in Excel zu pflegen, sei „eigentlich nicht so schlecht", aber in einem Online-CRM können Kunde oder Partner direkt reinschauen und messen, was OB2B macht.
- Sales Navigator: viel mehr Leute und Informationen als vor 10 Jahren.
- Plugins fischen Kontakte schneller raus, sortieren und säubern Listen.
- Online-CRM statt Excel: Der Partner schaut direkt rein. „Das Messbare ist ja eigentlich das, was heute auch sehr wichtig ist."
3:48Von Excel zum CRM: Telefonie-Tools und KI als Ideengeber
Kim fand vor 7 Jahren, OB2B sei mit so vielen Excel-Tabellen sehr organisiert. Dominka nennt sich „ein bisschen sturköpfig": Sie fragte sich damals, wozu man ein CRM braucht, wenn Excel alles so schön darstellt, bis sie merkte: „warum tun wir uns das an?" Bei Telefonie-Tools gilt dasselbe: draufklicken statt Nummer eintippen, und ein gutes Tool erkennt ungültige oder zu kurze Nummern oder eine fehlende Durchwahl. KI nutzt OB2B für Ideen, etwa die Frage nach den besten Tools für Leadgenerierung Ende 2023. Ein ganzes Projekt mit Skript und E-Mails ungeprüft zum Kunden zu schicken, wäre aber „sehr töricht".
- Telefonie-Tool: klicken statt tippen, Prüfung auf ungültige oder zu kurze Nummern und fehlende Durchwahl.
- Manche Tools gab es vor ein paar Jahren oder sogar letztes Jahr noch nicht.
- KI für Ideen ja, ein ungeprüftes KI-Projekt mit Skript und E-Mails für den Kunden nein.
6:02Was ist ein Tool, was ist Automatisierung? Kims Definition
Tools sind laut Kim Software und Plattformen, die Unternehmen helfen, Leads zu identifizieren, zu verwalten und zu pflegen: CRM-Systeme, E-Mail-Marketing-Plattformen, Social-Media-Management-Tools, Analyse- und Reporting-Tools und Lead-Scoring-Software. Automatisierung ist der Einsatz von Technologien, um wiederkehrende Aufgaben und Prozesse ohne menschliches Eingreifen zu erledigen. In der B2B-Leadgenerierung heißt das: E-Mail-Marketingkampagnen, Erfassung und Pflege von Kundendaten, Scoring und Qualifizierung von Leads sowie Nachverfolgung über verschiedene Kanäle.
- Tools: Leads identifizieren, verwalten und pflegen.
- Automatisierung: wiederkehrende Aufgaben ohne menschliches Eingreifen.
- Typisch automatisiert: E-Mail-Kampagnen, Kundendaten, Lead-Scoring, Nachverfolgung über Kanäle.
7:12Welche Tools OB2B nutzt und warum nichts vollautomatisch läuft
Neben dem CRM nutzt OB2B vor allem Telefonie, darüber hinaus nicht mehr viel, sagt Dominka. Es gibt Lead-Scraping-Tools, die die Webseite durchsuchen und schauen, wer sich da befindet, aber die sind nicht bei jedem gut einsetzbar. OB2B bleibt auf der „Safe Side": Tools, bei denen Menschen eingreifen und selbst bestimmen können, was passiert. Ein komplett automatisiertes Tool kann sich OB2B nicht leisten, denn bei einem Fehler hätte OB2B den Fehler gemacht, und verkauft wird eine Dienstleistung, in der die menschliche Interaktion Nummer 1 ist.
- Kern-Stack: CRM und Telefonie, darüber hinaus nicht mehr viel.
- Lead-Scraping-Tools für Webseitenbesucher passen nicht für jeden.
- Macht ein vollautomatisches Tool einen Fehler, hat OB2B den Fehler gemacht.
8:36Routinearbeit automatisieren: zeitversetzte E-Mails und Scraper
Das banalste Beispiel ist zeitversetztes Senden, sagt Dominka: Fällt ihr um 23 Uhr noch eine E-Mail ein, stellt sie sie auf 8:30 Uhr morgens. Das ist höflicher, und sie will nicht wie eine „fleißige Biene" wirken, die um 23 Uhr noch Mails schickt. Ein Gamechanger für OB2B waren eingekaufte Scraper: Statt eine Liste von 50 Kontakten händisch zu kopieren, holt das Tool sie in eine Excel-Datei, „und dann hab ich mir sicher 2 Stunden Arbeit gespart". Dazu kommen Suchmaschinen wie Sales Navigator: ein paar gute Keywords statt der Gelben Seiten.
- E-Mail um 23 Uhr geschrieben, um 8:30 Uhr verschickt.
- Scraper: 50 Kontakte in eine Excel-Datei, sicher 2 Stunden Arbeit gespart.
- Sales Navigator mit ein paar guten Keywords statt Gelbe Seiten.
10:53Follow-up-Mail nach dem Call: Platzhalter statt Einheitsmail
OB2B schickt nach fast jedem Telefonat eine E-Mail, sagt Kim. Automatisieren heißt dabei für Dominka vor allem Platzhalter: für den Namen, die Position oder einen schon gebuchten Termin. Das spart sehr viel Zeit, war vor ein paar Jahren „total innovativ" und ist heute „gang und gäbe". Den Versandzeitpunkt festlegen und Reminder setzen kann man auch, aber das ist nicht das Wesentliche. Kim: Bei automatisierten E-Mails denkt man, jeder bekommt dieselbe, und so macht OB2B das nicht.
- Platzhalter für Name, Position und gebuchten Termin.
- Wer heute keine Platzhalter nutzt, ist laut Dominka „schon ein bisschen doof".
- Automatisierte Mail heißt nicht, dass jeder dieselbe E-Mail bekommt.
12:36Wie OB2B zum CRM kam: einfach ausprobiert
Das CRM kam bei OB2B „fast spontan": Man hat es einfach ausprobiert und gut gefunden, erzählt Dominka. Es ist weniger fehlerhaft als selbst zusammengebastelte Excel-Berechnungen, Daten lassen sich leicht importieren, und vor allem kann man es direkt mit dem Kunden teilen. Eine Excel-Datei hin und her zu schicken oder auf Google Drive oder in Outlook abzulegen, war mühselig: schlechte Verbindung, mehrere gleichzeitig in der Tabelle, fehlendes Attachment.
- Weniger Fehler als selbstgebastelte Excel-Berechnungen.
- Leichter Import und direktes Teilen mit dem Kunden.
- Schluss mit Excel-Anhängen, die fehlen oder gleichzeitig bearbeitet werden.
14:27Welches CRM braucht man im Direktvertrieb?
Im Direktvertrieb reicht ein einfaches CRM mit ordentlicher Pipeline und ordentlichem Reporting, sagt Dominka. Viele CRMs ticken sehr ähnlich, liegen in unterschiedlichen Preisklassen und sind nicht für jeden gut. Wer wie OB2B kein eigenes Inbound macht, braucht kein CRM, das zugleich Warenwirtschaftssystem oder Marketingtool ist. Es muss so simpel sein, dass man es „anhand von ein paar Sätzen" erklären kann, ohne stundenlangen Workshop. Weil viele Vertriebler ihr CRM nicht gut pflegen, macht OB2B es bewusst ordentlich: Der Partner hat dann eine Historie, auch wenn die Zusammenarbeit endet.
- Kein Warenwirtschaftssystem und kein Marketingtool nötig, wenn man kein Inbound macht.
- Erklärbar in ein paar Sätzen, ohne stundenlangen Workshop.
- Sauber gepflegt bleibt dem Partner eine Historie, auch nach der Zusammenarbeit.
15:54Pipeline sauber halten: rot, grün, grau und das richtige Timing
Dominkas Rat ist etwas, „was man schon tausendmal gehört hat": Rot heißt nicht erledigt, also erledigen; grün heißt gut; grau heißt noch nicht fällig. Passt der Zeitpunkt nicht, die Aufgabe lieber auf 10 Wochen von heute verschieben, als sie liegen zu lassen und irgendwann einem neuen BDR als heißen Lead zu übergeben, der dann schon 2 Jahre alt und „futsch" ist. „In der Rechtzeitigkeit liegt dann auch wirklich die Würze": Der Kontakt erinnert sich an „die Kim von OB2B", die hartnäckig, aber sympathisch und nicht aufdringlich war.
- Rot = erledigen, grün = gut, grau = noch nicht fällig.
- Lieber auf 10 Wochen verschieben als liegen lassen.
- Eine gut gepflegte Datenbank ist laut Dominka schon die Hälfte der Arbeit.
18:07ChatGPT und Meeting-Transkripte: Hilfe ja, blind verlassen nein
„Nur zu", sagt Dominka: ausprobieren, wo es leichter geht. Wem nichts einfällt, wie er seinen Pitch verbessert, kann ChatGPT nach Tipps fragen, mit anderen darüber sprechen und es dann persönlicher machen, damit es nicht nach AI-Tool klingt. Ein Tool, das Meetings transkribiert, zeigt, wo man Intonation oder Wortwahl verbessern kann, und liefert ein Summary für die Vorbereitung auf den nächsten Termin. Hilfe darf man sich auch von Kollegen holen, oder man fragt „seine Freundin, seine Schwester, seinen Nachbarn", wie das klingt. Auf die Zahlen am Bildschirm darf man sich aber nicht zu 100 Prozent verlassen.
- ChatGPT für Pitch-Tipps, dann persönlicher machen.
- Meeting-Transkripte: Intonation, Wortwahl, Summary für den nächsten Termin.
- Hilfe vom Roboter ja, aber „nicht zu 100 Prozent darauf verlassen".
20:01Partner ohne CRM: Wenn das ERP nur eine Kundenliste ist
Selten, und immer seltener, sagt Dominka. Ab und zu sind es ältere Firmen mit langer Tradition, bei denen die Digitalisierung noch hintensteht: Ihr CRM ist eher ein ERP-System, „was vertrieblich eigentlich nix taugt", eine Kundenliste mit Kommentaren. „Das ist ein Desaster." Dann arbeiten sie mit einem CRM von OB2B und einem Export oder mit einer Excel-Datei, die fast händisch importiert wird. OB2B rät davon ab und hilft, das zu automatisieren, denn „wir sind im 21. Jahrhundert".
- Partner ganz ohne CRM werden immer seltener.
- Ein ERP mit Kommentarspalte als Kundenliste taugt vertrieblich nicht.
- OB2B rät von händischen Excel-Importen ab und hilft beim Automatisieren.
21:11Wo liegt die Grenze der Automatisierung?
Zu viel ist, wenn etwas Generiertes gar nicht mehr angeschaut wird, sagt Dominka; Kim nennt es „Automatisieren und vergessen". Wer eine E-Mail oder LinkedIn-Message von einem AI-Tool zusammenbasteln lässt und einfach rausschickt, „dann soll man auch nicht viel erwarten". Ein AI-Tool, das übers Telefon spricht, ist für Dominka die Grenze: „Da geht man wirklich zu weit." OB2B will seriös, persönlich und menschlich bleiben, damit das Ganze seinen Wert behält.
- Zu viel: Generiertes, das niemand mehr anschaut.
- Ungeprüfte KI-Mails und LinkedIn-Messages bringen nicht viel.
- KI-Stimmen am Telefon gehen zu weit; seriös, persönlich und menschlich bleiben.
Wichtigste Erkenntnisse
- Automatisierung im B2B-Vertrieb macht für einige Aufgaben Sinn, aber nicht für alle: Wer alles automatisiert, dem kann das laut Dominka Babić zum Verhängnis werden.
- LinkedIn Sales Navigator ist heute viel mächtiger als vor 10 Jahren, weil viel mehr Leute und Informationen drin sind.
- OB2B setzt nur Tools ein, bei denen Menschen eingreifen können, weil bei einer Dienstleistung die menschliche Interaktion Nummer 1 ist.
- Ein Scraper, der eine Liste von 50 Kontakten in eine Excel-Datei holt, spart laut Dominka sicher 2 Stunden Handarbeit.
- Platzhalter für Name, Position und gebuchten Termin in Follow-up-Mails sparen viel Zeit und sind heute Standard.
- Im Direktvertrieb ohne Inbound reicht ein CRM mit ordentlicher Pipeline und Reporting, das man in ein paar Sätzen erklären kann.
- Rot heißt erledigen, grün heißt gut, grau heißt noch nicht fällig: Eine Aufgabe lieber auf 10 Wochen verschieben, als sie liegen zu lassen.
- Eine gut gepflegte Datenbank ist laut Dominka schon die Hälfte der Arbeit.
- ChatGPT und Meeting-Transkripte helfen, besser zu werden, aber man darf sich nicht zu 100 Prozent darauf verlassen.
- Die Grenze der Automatisierung: Was man generieren lässt und nicht mehr anschaut, ist zu viel, und KI-Stimmen am Telefon gehen zu weit.
Pull Quotes
„Wir verkaufen ja eine Dienstleistung, in der die menschliche Interaktion Nummer 1 ist und nicht irgendwie ein Computer, der was ausrechnet und dann einfach vorzeigt.“
„Eine gut gepflegte Datenbank ist eigentlich schon die Hälfte der Arbeit.“
„Zu viel ist, wenn es einfach gar nicht mehr angeschaut wird, nachdem man sich irgendwie was hat generieren lassen.“
Gast
Dominka Babić — COO, OB2B
Kim — Host
FAQ
Welche Aufgaben im B2B-Vertrieb kann man automatisieren?
Vor allem Routinearbeit, sagt Dominka: E-Mails zeitversetzt verschicken, Platzhalter für Name, Position und Termin nutzen und Kontaktlisten mit einem Scraper statt per Hand erstellen. Eine Liste von 50 Kontakten so in eine Excel-Datei zu holen, spart sicher 2 Stunden. Alles zu automatisieren, kann einem dagegen zum Verhängnis werden.
Welche Tools nutzt OB2B in der Leadgenerierung?
Vor allem ein CRM, Telefonie-Tools und LinkedIn Sales Navigator, dazu Plugins und Scraper, um Kontakte schneller rauszuholen und Listen zu sortieren. Darüber hinaus nicht mehr viel: OB2B bleibt auf der Safe Side und nutzt nur Tools, bei denen Menschen eingreifen können, weil bei einer Dienstleistung die menschliche Interaktion Nummer 1 ist.
Soll man Follow-up-Mails nach dem Telefonat automatisieren?
Teilweise. Man kann den Versandzeitpunkt festlegen und Reminder setzen, wichtiger sind laut Dominka Platzhalter für Name, Position oder einen gebuchten Termin. Das spart viel Zeit und ist heute gang und gäbe. Automatisiert heißt bei OB2B aber nicht, dass jeder dieselbe E-Mail bekommt.
Warum ein CRM statt Excel im Vertrieb?
Ein CRM ist weniger fehlerhaft als selbst gebastelte Excel-Berechnungen, Daten lassen sich leicht importieren, und man kann es direkt mit dem Kunden teilen. Excel-Dateien hin und her zu schicken, war bei OB2B mühselig: schlechte Verbindung, mehrere gleichzeitig in der Tabelle, fehlende Anhänge. Kontakte in Excel zu pflegen, sei aber „eigentlich nicht so schlecht", sagt Dominka.
Welches CRM braucht man im Direktvertrieb?
Ein einfaches. Wer Direktvertrieb ohne eigenes Inbound macht, braucht laut Dominka kein CRM, das auch Warenwirtschaftssystem oder Marketingtool ist. Es reichen eine ordentliche Pipeline mit sichtbarem Fortschritt und ordentliches Reporting, das jeder in ein paar Sätzen versteht, ohne stundenlangen Workshop.
Wie hält man die Pipeline im CRM sauber?
Mit Dominkas Farbregel: Rot heißt nicht erledigt, also erledigen; grün heißt gut; grau heißt noch nicht fällig. Passt der Zeitpunkt nicht, die Aufgabe lieber auf 10 Wochen verschieben, als sie liegen zu lassen, bis der heiße Lead 2 Jahre alt ist. Eine gut gepflegte Datenbank ist schon die Hälfte der Arbeit.
Darf man ChatGPT im Vertrieb nutzen?
Ja, sagt Dominka, etwa um Tipps für einen besseren Pitch zu bekommen, den man dann persönlicher macht, damit er nicht nach AI-Tool klingt. OB2B nutzt KI selbst für Ideen. Ein ganzes Projekt mit Skript und E-Mails ungeprüft an den Kunden zu schicken, wäre aber „sehr töricht".
Wo liegt die Grenze der Automatisierung im Vertrieb?
Zu viel ist, wenn generierte Inhalte gar nicht mehr angeschaut werden, sagt Dominka. Wer KI-Mails oder LinkedIn-Messages ungeprüft rausschickt, soll nicht viel erwarten, und ein AI-Tool, das am Telefon spricht, geht zu weit. OB2B will seriös, persönlich und menschlich bleiben.
Transkript2.981 Wörter · ca. 14 Min. LesezeitAnzeigenAusblenden
0:06Kim: Willkommen bei Dialing Out, dem OB2B-Podcast, der die Geheimnisse der B2B-Leadgenerierung enthüllt. Ich bin Kim, und heute tauchen wir in die Welt der Tools und Automatisierung ein. Anstatt darauf zu warten, dass die Leads zu euch kommen, erreicht ihr proaktiv hochpotenzielle Interessenten mit Präzision und Effizienz. Klingt kraftvoll, oder? Tja, mit den richtigen Tools und ein wenig Hilfe von der Automatisierung wird Outbound-Leadgenerierung zum Gamechanger. Aber was ist genug, und was ist zu viel? Darüber sprechen wir heute mit Dominka.
0:51Dominka: Hi, da bin ich wieder.
Kim: Da bist du wieder. Ich hab dir gesagt, du kommst wieder.
Dominka: Ja, ich bin die Einzige, die kommen möchte.
Kim: Ja. Wahrscheinlich.
1:01Dominka: Wieder ein bisschen Wein, ne? Ach, schon wieder. Zur Entspannung.
Kim: Danke dir.
1:16Sind Tools und Automatisierung im B2B-Vertrieb unverzichtbar?
1:16Kim: Automatisierung und Tools. Warum sind das wesentliche Bestandteile moderner B2B-Leadgenerierungsstrategien?
1:27Dominka: Sind das überhaupt wesentliche Bestandteile? Sicher. Also wenn man modern vorgehen möchte und nicht alles mit Stift und Papier aufschreiben will und das dann später dem Klienten vorliest oder per Post noch mal zuschickt …
Kim: Oh ja, schriftlich bitte.
Dominka: Ja, genau. Per Post bitte. Dann macht es Sinn, einige Sachen zu automatisieren. Aber nicht alles. Denn das kann einem zum Verhängnis werden, würd ich sagen.
1:59Was hat sich in 7 Jahren geändert? Sales Navigator, Plugins, CRM
1:59Kim: Was meinst du, welchen spezifischen Herausforderungen stehen B2B-Marketing-Experten bei der Leadgenerierung gegenüber, die Tools und Automatisierung lösen können?
2:16Dominka: Ja, auf jeden Fall. Also wenn ich das jetzt vergleiche, vor vielleicht 7 Jahren und heute: Damals hatten wir nicht die Möglichkeit, sehr schnell Kontakte aus dem Internet rauszufischen, wie wir das heute machen können. Oder vielleicht waren die Tools damals nicht so sophistiziert dafür. Was wir natürlich oft benutzen, ist LinkedIn Sales Navigator, und der ist heute natürlich viel mächtiger, als er das vor 10 Jahren war. Weil sehr viele Leute da sind, sehr viel mehr Informationen drin sind und er an sich auch erst so richtig lebendig geworden ist in den letzten paar Jahren. Dann gibt's natürlich verschiedene kleine Plugins, die einem helfen können, schneller Kontakte rauszufischen und Listen schneller zu sortieren. Es gibt Tools, die einem helfen können, etwas zu säubern. Es gibt CRM-Tools, die jetzt viel, viel besser sind als vor einiger Zeit. Und wenn man noch mal an vor ein paar Jahren zurückdenkt: Da haben wir auch selber sehr oft unsere Kontakte in Excel gepflegt. Was ja eigentlich nicht so schlecht ist. Aber wenn man's mit einem CRM machen kann, das online verfügbar ist, wo jeder direkt Zugriff hat, dann ist es natürlich viel charmanter, wenn der Kunde oder der Partner direkt reinschauen kann, was wir machen, und direkt messen kann, was wir machen. Das Messbare ist ja eigentlich das, was heute auch sehr wichtig ist.
3:48Von Excel zum CRM: Telefonie-Tools und KI als Ideengeber
3:48Kim: Vor 7 Jahren habe ich gedacht: Oh, wie organisiert sind wir denn? Wir haben so viele Excel-Tabellen. Und heute ist es wirklich eine andere Sache. Das wollte ich dich auch gerade fragen: Wie hast du es persönlich erlebt? Du hast ja selbst gesagt, vor 5, 7, 10 Jahren war es ganz, ganz anders als heute.
4:08Dominka: Ja, ich bin so ein bisschen sturköpfig. Und damals dachte ich mir: Hey, wozu brauchen wir denn ein CRM? Wir haben ja ein Excel, das können wir alles so schön in der Excel-Tabelle darstellen. Was wir auch machen konnten, wir konnten wirklich sehr viel abbilden. Aber dann merkt man halt: Okay, warum tun wir uns das an? Natürlich gehen wir mit dem Flow und nehmen uns einfach das, was uns selber die Arbeit erleichtert und schneller macht. Auch bei Telefonie-Tools. Natürlich kann man die Nummer eintippen, aber wenn man direkt draufklicken und telefonieren kann, ist es natürlich viel besser. Und wenn das Tool dann auch so sophistiziert ist, dass es erkennen kann, dass es vielleicht eine ungültige Nummer ist oder eine zu kurze Nummer oder irgendwo eine Durchwahl fehlt, dann ist es natürlich noch mal eine Extrahilfe. Das sind dann alles so Kleinigkeiten, die irgendwie helfen. Und wenn man zurückschaut: Vor ein paar Jahren oder auch schon letztes Jahr gab's manche Tools ja noch nicht.
5:22Dominka: Wir können ja auch gestehen: Ja, wir helfen uns auch mit AI, um vielleicht ab und zu mal auf eine Idee zu kommen oder zu fragen: Hey, was waren die besten Tools für Leadgenerierung Ende 2023?
Kim: Mach ich nicht, ne?
5:36Dominka: Machen wir selber auch. Und so weit darf's ja gehen. Ich glaub, es darf nicht so weit gehen, dass man direkt sagt: Hey, erstellen wir hier ein ganzes Projekt, das ganze Skript und die E-Mails, und dann schicken wir das einfach undurchschaut, unüberschaut zum Kunden rüber, und wir haben unsere Arbeit getan. Das wäre natürlich sehr töricht, wenn wir das machen würden. Machen wir nicht.
6:02Was ist ein Tool, was ist Automatisierung? Kims Definition
6:02Kim: Bevor wir weitergehen, wollte ich erst mal definieren, was wir unter Tool und Automatisierung …
Dominka: Ja, das wär gut.
6:11Kim: … im Kontext der B2B-Leadgenerierung verstehen können. Also: Tools bezieht sich auf Software und Plattformen, die Unternehmen dabei helfen, Leads zu identifizieren, zu verwalten und zu pflegen. Diese Tools können vielfältige Funktionen bieten, wie zum Beispiel CRM-Systeme, die du schon erwähnt hast, E-Mail-Marketing-Plattformen, Social-Media-Management-Tools, Analyse- und Reporting-Tools und Lead-Scoring-Software. Automatisierung bezieht sich auf den Einsatz von Technologien, um wiederkehrende Aufgaben und Prozesse ohne menschliches Eingreifen zu erledigen. Im Bereich der B2B-Leadgenerierung umfasst dies die Automatisierung von E-Mail-Marketingkampagnen, die automatische Erfassung und Pflege von Kundendaten, das automatische Scoring und Qualifizieren von Leads sowie die Nachverfolgung und Pflege von Interessenten über verschiedene Kanäle hinweg.
7:12Welche Tools OB2B nutzt und warum nichts vollautomatisch läuft
7:12Kim: Kannst du vielleicht noch Beispiele für Tools nennen, die häufig verwendet werden, außer CRM …
7:20Dominka: Telefon. Das verwenden wir noch. Darüber hinaus sind es, glaube ich, nicht mehr viele. Was darüber hinausgeht, sind dann eher wirklich Tools, die, keine Ahnung, im Lead-Scraping-Bereich sind, die irgendwie die Webseite noch mal ein bisschen durchfischen und schauen, wer sich da befindet. Das sind halt Tools, die nicht bei jedem gut einsetzbar sind. Natürlich gibt's davon heutzutage ein Universum an Tools, die Ähnliches machen und für jemanden vielleicht auch brauchbar sind. Ich glaub, wir halten uns da immer noch an die Safe Side und benutzen das, womit wir als Menschen wirklich auch noch eingreifen und selber diktieren können, was gemacht werden soll. Ich glaub, dass wir uns ein Tool, das komplett automatisiert was macht, nicht direkt leisten können, in der Hinsicht: Wenn's zu einem Fehler kommt, dann sind wir ja direkt diejenigen, die was falsch gemacht haben. Und wir verkaufen ja eine Dienstleistung, in der die menschliche Interaktion Nummer 1 ist und nicht irgendwie ein Computer, der was ausrechnet und dann einfach vorzeigt.
8:36Routinearbeit automatisieren: zeitversetzte E-Mails und Scraper
8:36Kim: Und da du jetzt diesen menschlichen Faktor erwähnt hast: Hast du vielleicht ein Beispiel, wo wir Automatisierung verwendet haben, um repetitive Aufgaben zu vereinfachen?
8:50Dominka: Ja klar, wie schon gesagt. Das vielleicht banalste Beispiel ist das Rausschicken von E-Mails. Ab und zu ist mir spätabends noch eingefallen, dass ich eine E-Mail rausschicken sollte, wollte das aber nicht so gerne um 23 Uhr machen. Dann setz ich das eben auf 8:30 Uhr morgens. Das ist vielleicht ein bisschen höflicher, wobei die meisten vielleicht gar nicht mehr in ihre E-Mails reinschauen. Aber ich wollte dann auch nicht den Eindruck erwecken, dass ich jetzt irgendwie so eine fleißige Biene bin, die auch abends um 23 Uhr noch irgendwas rausschickt. Das ist wirklich ein sehr banales Beispiel.
9:30Dominka: Das 2. Beispiel, das vielleicht ein bisschen sophistizierter ist und für uns wirklich ein Gamechanger gewesen ist: dass wir uns Tools eingekauft haben, mit denen wir einfach Kontakte schneller rausholen können. Wenn ich jetzt eine Liste für einen Kunden oder für uns selber erstelle und eine Riesenliste von 50 Kontakten gefunden hab, muss ich die nicht händisch rauskopieren. Ist ja Blödsinn, wenn man das mit einem Scraper machen kann, der das rausholt und in eine Excel-Datei einsortiert. Und dann hab ich mir sicher 2 Stunden Arbeit gespart. Das ist etwas, was schon ein Gamechanger war für uns. Oder auch allein die Suchmaschinen, die es heutzutage gibt: dass man nicht die Gelben Seiten durchgehen muss, sondern sich bei Sales Navigator ein paar gute Keywords überlegt, eintippt und die Kontakte rausholt. Und es gibt natürlich auch andere Tools neben Sales Navigator, andere Suchmaschinen, die darauf spezialisiert sind, Leads rauszufischen und zu generieren. Ist alles fantastisch. Natürlich wurde das von jemandem zusammengestellt, damit anderen Leuten wie uns die Arbeit leicht gemacht wird. Und das feiern wir natürlich sehr.
10:53Follow-up-Mail nach dem Call: Platzhalter statt Einheitsmail
10:53Kim: Du hast jetzt E-Mails erwähnt. Wir schicken natürlich nach fast jedem Telefonat eine E-Mail raus. Was findest du: Kann man das automatisieren? Soll man das automatisieren?
11:10Dominka: Ja, also automatisieren in der Hinsicht, dass man natürlich immer eine Zeit setzen kann, wann man die E-Mail rausschicken möchte, weil man sich direkt an ein Telefonat machen möchte, und sich Reminder setzen. Aber das ist nicht das Wesentliche. Ich glaub, es ist immer gut, wenn man Platzhalter benutzen kann, für Situationen, die sehr häufig vorkommen. Platzhalter für den Namen, Platzhalter vielleicht für irgendwelche Positionen, Platzhalter für einen Termin, den man schon irgendwo eingebucht hat. Das ist natürlich immer sehr praktisch, und das sind praktische Sachen, die einem wirklich sehr viel Zeit einsparen. Ich glaub, das sind so Tools, über die man heutzutage gar nicht mehr nachdenkt. Vor ein paar Jahren war das total innovativ: Oh ja, super, das hilft mir jetzt total. Heutzutage ist es, glaub ich, gang und gäbe, so was einzusetzen. Wer das nicht macht, der ist schon ein bisschen doof.
12:13Kim: Ja, wenn man Automatisierung und E-Mails sagt, dann denkt man: Ach okay, jeder bekommt eine ganz gleiche E-Mail. Und das ist dann so ein bisschen blöd. Wir machen das natürlich nicht so. Aber was du gesagt hast, Platzhalter, die dir einfach die Arbeit ein bisschen schneller machen, das ist etwas sehr Gutes.
Dominka: Genau.
12:36Wie OB2B zum CRM kam: einfach ausprobiert
12:36Kim: CRM-Systeme. Das haben wir schon erwähnt. Ich kann mich daran erinnern, Excel-Tabellen, das hab ich schon gesagt: Vor 7 Jahren dachte ich, Excel-Tabellen sind so cool, wir sind so organisiert. Und jetzt, da wir wirklich ein CRM-System haben, sehen wir auch, wie viel einfacher es ist, wenn man das so hat. Du warst hier auch diejenige, glaub ich, die daran gearbeitet hat?
13:16Dominka: Was denn, ein CRM einzuführen? Nö, das ist irgendwie fast spontan passiert, glaub ich.
13:24Kim: Wie ist es dazu gekommen, dass wir das gemacht haben?
13:29Dominka: Wir haben's einfach ausprobiert. Und wir fanden's schon gut. Und dann haben wir gemerkt, es ist besser, als selber irgendwas auszurechnen. Es ist weniger fehlerhaft als irgendwelche Ausrechnungen, die du dir selber in der Excel-Datei zusammengebastelt hast. Und das Gute ist natürlich, dass man sehr leicht Sachen importieren und es vor allem direkt mit dem Kunden teilen konnte. Eine Excel-Datei hin und her zu schicken oder bei Google Drive oder Outlook zu hinterlegen, das ist natürlich immer ein bisschen mühselig. Dann ist die Verbindung irgendwo nicht so gut, dann sind sie gleichzeitig in der Tabelle drin, dann fehlt das Attachment und so weiter. Das sind halt so Sachen, die einfach tollpatschig waren.
14:27Welches CRM braucht man im Direktvertrieb?
14:27Dominka: Und was dann sehr spannend ist: wenn man sich mehrere CRMs angeschaut hat und sieht, dass die sehr ähnlich ticken. Sehr viele sind in unterschiedlichen Preisklassen und auch nicht für jeden gut. Ich würd sagen, wenn man Direktvertrieb macht wie wir, braucht man kein supersophistiziertes CRM, das irgendwie auch ein Warenwirtschaftssystem ist. Oder auch ein Marketingtool im Hintergrund, wenn man selber keinen Inbound macht, wie wir auch. Dann reicht's ja schon, wenn man eine ordentliche Pipeline hat, wo man den Fortschritt schön sehen kann, wo man ein ordentliches Reporting hat, wo man auch immer sehen kann, wie viel man gemacht hat. Und dass man das wirklich sehr simpel abbilden kann und jeder das auch verstehen kann. Dass man das anhand von ein paar Sätzen erklären kann. Nicht, dass man da stundenlang in einem Workshop sitzen muss, um überhaupt zu verstehen, worum's hier geht. Was dann auch sehr schade ist: wenn man sieht, dass das CRM nicht gut genug genutzt und auch nicht schön gepflegt wird. Das ist bei vielen Vertrieblern der Fall. Und deswegen versuchen wir immer, das zu unseren Gunsten zu nutzen: Hey, wir machen es ordentlich, wir machen es schön, dann habt ihr später auch was davon, wenn wir vielleicht nicht mehr zusammenarbeiten. Dann habt ihr zumindest eine schöne Historie dazu, was alles von unserer Seite her …
15:54Pipeline sauber halten: rot, grün, grau und das richtige Timing
15:54Kim: Das ist gerade meine nächste Frage: Wie können Vertriebler ihre Workflows optimieren, um eine reibungslose Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Tools und Teams zu gewährleisten? Du hast jetzt gesagt, wie wir das machen. Was kannst du vielleicht anderen raten?
16:21Dominka: Also das, was ich raten kann, ist wirklich etwas, was man schon tausendmal gehört hat: Wenn's rot ist, dann heißt es, dass man's nicht erledigt hat. Dann sollte man's erledigen. Wenn's grün ist, dann heißt es, dass es gut ist. Wenn's irgendwo grau ist, dann heißt es, dass es noch nicht fällig ist. In den meisten Fällen. Einfach drauf aufpassen, dass man sich nicht Unmengen an Aufgaben erstellt. Ich würd dann eher sagen: Hey, verschieb dir lieber die Aufgabe auf 10 Wochen von heute, wenn du merkst, es ist nicht der richtige Zeitpunkt, als dass du sie irgendwo liegen lässt, nicht behandelst und dann irgendwann an einen neuen BDR weitergibst und sagst: Hey, das war mein heißer Lead, versuch du auch mal anzurufen.
Kim: Ja, der war …
Dominka: Das ist ja nicht mehr, ne?
Kim: Vor 2 Jahren.
17:14Dominka: Genau, das war's dann. Dann ist es futsch. Da muss man wirklich aufpassen. Und gerade in solchen Situationen: In der Rechtzeitigkeit liegt dann auch wirklich die Würze. Da passiert dann meistens auch die Magic, die wir mitbringen: dass wir wirklich aufgepasst haben, und der weiß dann: Oh, schau mal, die Kim von OB2B, die war hartnäckig. Aber die war auch sympathisch. Die war jetzt nicht aufdringlich. Ich hör mir das mal an. Das könnte ja funktionieren. Wenn's bei mir funktioniert hat und ich mich gemeldet hab und ich sie irgendwo im Hinterkopf behalten hab, warum würde die gute Dame das für mich nicht auch hinbekommen können? Und so ist es halt. Eine gut gepflegte Datenbank ist eigentlich schon die Hälfte der Arbeit.
18:07ChatGPT und Meeting-Transkripte: Hilfe ja, blind verlassen nein
18:07Kim: Welchen Rat würdest du Vertrieblern geben, die ihre Leadgenerierung durch Tools und Automatisierung noch verbessern möchten?
18:17Dominka: Nur zu. Also ausprobieren, schauen, wo es ein bisschen leichter funktionieren könnte. Wenn ihr meint: Hey, mir fällt jetzt gar nichts ein, wie ich meinen Pitch verbessern kann, dann fragt von mir aus ChatGPT. Der soll euch ein paar Tipps geben. Sprecht mit anderen Leuten drüber. Macht es dann noch ein bisschen persönlicher, nicht dass es sich wirklich wie ein AI-Tool anhört. Holt euch von mir aus ein Tool, das die Meetings, die ihr macht, transkribiert, damit ihr noch mal sehen könnt: Oh, schau mal, da hätte ich vielleicht meine Intonation ein bisschen verbessern können. Da hätte ich vielleicht ein besseres Wort benutzen können. Oh, da hab ich jetzt ein schönes Summary bekommen, das hilft mir sicher, mich beim nächsten Mal ein bisschen besser auf einen Termin vorzubereiten. Es gibt wirklich sehr viele Tools in der Hinsicht, die einem mit ein bisschen AI helfen oder auch direkt sagen können, wo man was gut gemacht hat und wo man sich vielleicht noch Hilfe holen kann. Die Hilfe darf man sich dann aber auch wieder von Kollegen oder persönlich von jemandem holen. Oder man fragt seine Freundin, seine Schwester, seinen Nachbarn, wie das klingt, um einfach besser zu werden. Ich glaub, man darf sich schon Hilfe holen, auch von einem Roboter, der einem vielleicht schneller ausrechnen kann, ob man was gut oder schlecht gemacht hat. Davon halte ich eigentlich sehr viel. Ich find, es ist gut. Man darf sich aber nicht zu 100 Prozent darauf verlassen, dass man dadurch besser wird, nur weil man auf dem Bildschirm ein paar Zahlen gesehen hat.
20:01Partner ohne CRM: Wenn das ERP nur eine Kundenliste ist
20:01Kim: Passiert es oft, dass unsere Kunden, oder besser gesagt unsere Partner, keine Tools benutzen, zum Beispiel kein CRM?
20:09Dominka: Sehr selten, oder immer seltener. Was ab und zu passiert: Wenn es eine ältere Firma mit einer längeren Tradition ist, dass die einfach noch nicht so weit sind und die Digitalisierung noch ein bisschen hintensteht. Die haben ein CRM, das ist dann eher so ein ERP-System mit CRM, was vertrieblich eigentlich nix taugt. Das ist eine Kundenliste, in der Kommentare drinstehen. Das ist ein Desaster. Dann benutzen sie entweder ein CRM von uns und machen einen Export, oder immer noch eine Excel-Datei. Ja, mein Gott, warum nicht? Und importieren's dann noch mal fast händisch. Wir raten immer dagegen und versuchen, ihnen zu helfen, das zu automatisieren, und zu sagen: Hey Leute, es gibt …
Kim: … was Neues.
Dominka: Ja, wir sind im 21. Jahrhundert und so. Lasst uns doch mal was Besseres versuchen, was Schnelleres. Aber die haben wohl die Zeit dafür.
21:11Wo liegt die Grenze der Automatisierung?
21:11Kim: Okay, dann die letzte Frage.
Dominka: Okay, gut, super.
21:14Kim: Wir haben also gesagt, Automatisierung ist eine gute Sache. Viele Prozesse können automatisiert werden. Wir haben selbst einige Prozesse automatisiert, und es klappt sehr gut. Wo ist aber die Grenze? Was ist zu viel? Was ist zu wenig?
21:31Dominka: Zu viel ist, wenn es einfach gar nicht mehr angeschaut wird, nachdem man sich irgendwie was hat generieren lassen. Dann lass es.
Kim: Automatisieren und vergessen.
21:43Dominka: Genau. Also wenn ich mir jetzt eine E-Mail von einem AI-Tool zusammenbasteln lasse und die einfach rausschicke, dann soll man auch nicht viel erwarten. Oder eine Message bei LinkedIn. Oder, keine Ahnung, wenn man jetzt wirklich durch ein AI-Tool jemanden übers Telefon sprechen lassen würde: Ich glaub, da ist die Grenze. Da geht man wirklich zu weit. So weit ist es noch nicht gekommen, aber das gibt's natürlich, es gibt ja solche Sachen. Es gibt ja solche Scherztelefonate, Anrufe, die man dann bekommt. Ja, haha, aber das möchten wir nicht machen. Wir möchten ja immer noch seriös bleiben und persönlich und menschlich. Und das ist für uns sehr, sehr wichtig, damit das Ganze natürlich auch seinen Wert behält.
Kim: Gut, danke dir.
Dominka: Ja, das war's? Okay.
22:35Kim: Ja, das war's. Super. Danke. Also, wir haben kurz besprochen, kurz oder nicht, wer weiß, wie Tools und Automatisierung die B2B-Leadgenerierung effizienter und präziser machen können.
Dominka: Genau.
22:50Kim: Wir haben einige Vorteile erwähnt und gleichzeitig betont, dass der menschliche Faktor hier wirklich am wichtigsten ist. Wir hoffen, dass euch die Episode hilfreiche Einblicke gegeben hat. Bis zum nächsten Mal!
Dominka: Tschüss!
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