18/09/2025

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Quereinsteiger im B2B-Vertrieb: So schafft’s jeder in Cold Calling & Outbound

In dieser Folge

Neu im Vertrieb? In Folge 32 sprechen Dominka und Nina—beide Quereinsteigerinnen—darüber, wie man ohne Sales-Background in Kaltakquise und Outbound erfolgreich wird. Es geht um Mindset, sauberes Onboarding und Routinen, die wirklich tragen.

Du bekommst einen klaren Fahrplan für die ersten 30 Tage, Strategien gegen Angst und Ablehnung, was “verkaufende Empathie” bedeutet, warum Disziplin wichtiger ist als Perfektionismus und welche Fähigkeiten aus dem Lehrerberuf direkt helfen.

Lesezeit

5 Minuten

Wir besprechen

  • Warum Quereinsteiger oft schneller Fortschritte machen

  • Ninas Weg: Germanistik & Lehrerin → BD Strategist bei OB2B

  • Übertragbare Lehrer-Skills: Zuhören, Struktur, Paraphrasieren, Geduld

  • Onboarding im ersten Monat: Ablauf, der funktioniert

  • Erste Telefonate: Angst normalisieren, Routine aufbauen

  • Ablehnung entkoppeln: Ergebnis ≠ Identität

  • Lernkurve & Glück: nicht überbewerten, nicht zerdenken

  • Empathie, die verkauft—nicht nur “nett sein”

  • Introvertiert vs. extrovertiert am Telefon

  • Disziplin > Perfektionismus; Improvisation zulassen

  • Geduld vs. Ungeduld: Tempo finden, das trägt

  • Tech-Affinität: Tools sind erlernbar

  • Pro/Contra-Spiel: welche Eigenschaften helfen

  • Teamkultur & psychologische Sicherheit als Hebel

Show Notes

Vom Klassenzimmer ins Sales-Team

Nina hat Jahre unterrichtet und ist dann über OB2B in den Vertrieb gewechselt—ohne formale Sales-Ausbildung. Gelernt wurde on the job, mit starkem Sparring.

  • Unterricht trainiert Klarheit, Präsenz, Vermittlung.

  • Motivation + Struktur schlagen “perfekten Lebenslauf.”

  • Hat man die Brille “Sales” auf, bleibt sie—auch in anderen Rollen.

Warum Quereinsteiger gut passen

Frische Perspektive, Lernhaltung, weniger Ego—das beschleunigt. OB2B ist zu ~99 % Quereinstieg; viele bleiben, weil es passt.

  • Neugier + Disziplin > Vorwissen.

  • Unbehagen am Anfang ist normal.

  • Starten, dann iterieren.

Onboarding: die ersten 30 Tage

Der erste Monat setzt das Betriebssystem. Fokus: Angebot verstehen, Message festigen, viel telefonieren, eng coachen.

  • Woche 1: Offer/ICP, Call-Shadowing, Skript-Skeleton.

  • Woche 2–3: tägliche Dials + Feedback, Einwände schärfen.

  • Woche 4: eigene Blöcke lösen, kleine Wins tracken.

Erste Dials & Angst abbauen

Angst ist normal—Exposition baut sie ab. Feedback stärkt, kein “Bashing”.

  • Ein Hebel pro Tag optimieren.

  • Aufnahmen anhören, Prozess feiern.

  • Selbstvertrauen leihen → eigenes aufbauen.

Ablehnung als Alltag

“Nein” ist Information, kein Urteil. Manche “Jas” sind Glück—nicht romantisieren.

  • Outcome vom Selbstwert trennen.

  • Führungs-KPIs: Versuche, Gespräche, Termine.

  • Einwände loggen → Antworten testen.

Empathie, die führt

Empathie im Sales heißt verstehen und leiten—notfalls auch freundlich konfrontieren.

  • Wahrheit validieren, Ausreden nicht.

  • Nächsten sinnvollen Schritt aufzeigen.

  • Wärme + Durchsetzungsvermögen balancieren.

Introvertiert ≠ ungeeignet

Viele “Introvertierte” sind am Telefon stark—Struktur hilft.

  • Persönlichkeit ist kein Schicksal.

  • Telefon-Persona darf anders sein.

  • Durchsetzungsfähigkeit ist trainierbar.

Disziplin schlägt Perfektionismus

Perfektion lähmt; Disziplin liefert. Improvisation funktioniert, sobald das Fundament sitzt.

  • Unperfekte Calls zulassen.

  • Recherche/Skripte time-boxen.

  • Auf wöchentliche Konstanz optimieren.

Geduld mit Zug

Zug bringt dich ans Telefon; Geduld hält dich gesund.

  • Frühe Beweise suchen, aber Scoreboard nicht vergötzen.

  • Führungs-KPIs statt Glückstreffer.

  • Energie für Wochenrhythmus schützen.

Tech-Mindset

Keine “IT-Natur” nötig—Neugier reicht weit.

  • Google/YouTube/Peers lösen 80 % der Fälle.

  • Eigenes Mini-SOP pflegen.

  • Testen → notieren → standardisieren.

Pro/Contra: Eigenschaften im Check

Schnellurteile aus der Episode:

  • Lehrererfahrung — Pro (Kommunikation, Geduld).

  • Keine kaufmännische Ausbildung — Neutral/Pro (lernbar).

  • Ungeduld — kurzer Boost, langfristig Risiko.

  • Perfektionismus — meist Contra (Stillstand).

  • Tech-Affinität — Pro (schnellere Ramp-Up).

  • Angst vor Ablehnung — Contra, aber trainierbar.

Team & Kultur

Psychologische Sicherheit beschleunigt Lernen; Perspektive verhindert Selbst-Sabotage.

  • Misses normalisieren, Coaching eng fahren.

  • Quereinstiegs-Stories teilen—niemand ist allein.

  • Kundenfit ernst nehmen.

Wichtigste Erkenntnisse

  1. Sales ist erlernbar—Struktur + Motivation schlagen Vorwissen.

  2. 30-Tage-Plan: lernen, telefonieren, reviewen, iterieren.

  3. Ablehnung gehört dazu—Ego entkoppeln.

  4. Empathie im Sales heißt führen, nicht nur trösten.

  5. Introvertierte können glänzen—mit Skripten, Prompts, Flow.

  6. Disziplin liefert, Perfektionismus bremst.

  7. Tech lässt sich mit Neugier erarbeiten.

  8. Teamkultur und Kundenfit sind echte Hebel.

Pull Quotes

„Ablehnung ist Information, kein Urteil.“
„Empathie bedeutet, den nächsten sinnvollen Schritt zu zeigen.“
„Disziplin schlägt Perfektionismus—rausgehen, dann schärfen.“

Gast

Nina — BD Strategist, OB2BLinkedIn
Dominka — Host, OB2BLinkedIn

FAQ

Kann ich ohne Erfahrung im Vertrieb starten?
Ja. Mit klarem 30-Tage-Plan, täglichen Telefonaten und engem Coaching rampst du schnell.

Wie strukturiere ich den ersten Monat?
Woche 1 Offer/ICP + Shadowing; Wochen 2–3 tägliche Dials mit Feedback; Woche 4 Blocker lösen und führende KPIs sauber tracken.

Ich bin introvertiert—ist das ein Problem?
Nein. Viele Introvertierte performen stark, wenn Skripte/Prompts und ein klarer Call-Flow stehen. Durchsetzungsfähigkeit wächst mit Übung.

Hilft Perfektionismus am Anfang?
Meist nein. Er verzögert Exposition und Feedback. Konstanz + Iteration schlagen “perfekt vorbereitet”.

Einwände im B2B Sales: Feind oder dein Freund?

In der 40. Jubiläumsfolge von Dialing Out sprechen Dominka und Franjo (BDR) über das Thema, das im B2B-Vertrieb ständig auftaucht: Einwände. Nicht als „Stopp-Schild“, sondern als Signal dafür, wo der Gesprächspartner wirklich festhängt.

B2B-Kaltakquise: Gewinnt Quantität oder Qualität am Telefon?

Der rote Faden: Quantität und Qualität sind kein Entweder-oder. Ohne tägliche Anruf-Routine entsteht keine Qualität, und ohne qualitativ geführte Gespräche bringen viele Calls keine Termine. In einem kleinen Spiel „Quantität oder Qualität?“ gehen die beiden typische Callcenter-Szenarien durch und entscheiden live, wo mehr Volumen und wo mehr Tiefgang nötig ist.