08/09/2025

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Evolution im Presales: Wie moderne B2B-Teams Outbound & KPIs neu denken

In dieser Folge

In Folge 31 von „Dialing Out“ sprechen Dominka und Franjo über die nächste Ausbaustufe im Presales: vom lockeren Mini-Serienformat „Einwandbehandlung“ hin zur konsequenten Weiterentwicklung von Prozessen, Tools und Mindset. Der Podcast selbst wird dabei als Presales-Asset verstanden – ein Vehikel, um Lernkurven zu beschleunigen und Kunden enger einzubinden.

Die Episode zeigt, wie sich Frontstage-Execution (Telefon, Termine, Pitches) und Backstage-Arbeit (Prozesse, KPIs, Tooling) wechselseitig befeuern. Es geht um pragmatische Automatisierung, klare KPI-Sichtbarkeit, die richtige Testkultur – und um die „Romantik“ im Vertrieb: gemeinsam wachsen, improvisieren, adaptieren, überwinden.

Lesezeit

5 Minuten

Wir besprechen

  • Von „Einwandbehandlung“ zur „Evolution im Presales“

  • Podcast als aktives Presales-Asset (nicht nur Content)

  • Frontstage vs. Backstage: Balance, Rollen, Übergaben

  • Enterprise-Bürokratie vs. KMU-Agilität: was das für Presales heißt

  • Testkultur: Piloten mit 2–3 Personen, Feedback-Loops, Iteration

  • Sales-Persönlichkeit finden: Humor, Tempo, Präzision

  • Tooling-Hebel: Dialer, Kopfhörer, KPI-Tracking statt Handnotizen

  • Weg von manuellen Tagesreports hin zu automatisierten Dashboards

  • Automatisierung & Zeitgewinne: Sekunden pro Call → Stunden im Monat

  • Entscheidungen schneller treffen, schneller falsifizieren

  • Ziele ohne Endpunkt: Evolution als Dauerzustand

  • Co-Evolution mit Kunden: Prozesse übernehmen, verfeinern, gemeinsam wachsen

  • Mindset: „improvisieren, adaptieren, überwinden“

  • „Vertrieb ist romantisch“: Warum das Commitment zählt

Show Notes

Vom Einwand zur Evolution

Die Serie „Einwandbehandlung“ war der Aufhänger, die Denkweise bleibt: leicht und luftig arbeiten – und kontinuierlich weiterentwickeln.

  • Einwände als Trainingsfläche für System- und Mindset-Arbeit

  • Nicht „fertig werden“, sondern fortlaufend neu erfinden

Podcast als Presales-Asset

Der Podcast ist Teil des Presales-Stacks: Er dokumentiert Lernpfade, baut Vertrauen auf und verdichtet Botschaften.

  • Social-Proof, Thought-Process-Transparency, Invite-to-Action

  • Engere Einbindung von Zielkunden über Inhalte & Kommentare

Frontstage vs. Backstage

Zwei Perspektiven: Prozesse entwerfen vs. am Telefon ausführen – die Balance entsteht im Dialog.

  • Neue Systeme erst mit 2–3 Personen testen, Feedback ernst nehmen

  • Schrittweise implementieren, statt Big-Bang-Rollout

Enterprise-Bürokratie vs. KMU-Tempo

Konzerne verzögern mit Tickets und Freigaben, KMU entscheiden schneller – Presales braucht beides im Blick.

  • Erwartungsmanagement bei Ramp-up und Startterminen

  • Agiles Arbeiten nutzt Vorsprung, ohne Qualität zu opfern

Tooling & KPI-Sichtbarkeit

Weniger Reibung, mehr Output: starker Dialer, gute Kopfhörer, klares KPI-Tracking.

  • Weg von Heftchen & Teams-Reports → live sichtbare Kennzahlen

  • In „zwei Blicken“ wissen, was heute geleistet wurde

Automatisierung rechnet sich

Sekunden pro Call summieren sich zu Stunden pro Monat – das schafft Fokus-Zeit.

  • Mikro-Optimierungen messen (z. B. 5–6 Sek./Call)

  • Zeitgewinne reinvestieren: Qualität, Nachbereitung, Pausen

Sales-Persönlichkeit formen

Eigenes „Sales-Alter-Ego“ finden: Humor, Tempo, Präzision – authentisch und effektiv.

  • Stärken ausspielen, Script nicht sklavisch folgen

  • Iterativ lernen: gute vs. schlechte Anrufe auswerten

Rahmenbedingungen & Kultur

Systeme müssen Entwicklung ermöglichen: schnelle Entscheidungen, klares Testing, Fehlertoleranz.

  • „Schnell implementieren, schnell korrigieren“ als Prinzip

  • Fokus schützen: Tooling reduziert kognitive Last

Ziele ohne Endpunkt

Evolution statt Endziel: Etappen setzen, aber immer weiterbauen.

  • „Baustelle fürs Leben“ – Ownership übernehmen

  • Kurze Wege: Hypothesen testen, verwerfen, verbessern

Co-Evolution mit Kunden

Kunden beeinflussen Prozesse – und umgekehrt. Gute Signale: Übernahme von Praktiken, langjährige Partnerschaften.

  • Gemeinsame Sprache über KPIs und Playbooks

  • Feedback nutzen, um Presales robuster zu machen

Mindset: Improvisieren, adaptieren, überwinden

An Bear-Grylls angelehnt: flexibel bleiben, nicht romantisieren – außer die Arbeit selbst.

  • Widerstände als Material für den nächsten Wurf

  • Spaß am Machen bewahren

Wichtigste Erkenntnisse

  1. Presales ist ein Prozessbau – kein Projekt mit Enddatum.

  2. Der Podcast wirkt als echter Presales-Hebel: Signal, Proof und Dialogfläche.

  3. Balance entsteht, wenn Backstage-Teams Piloten fahren und Frontstage-Feedback integrieren.

  4. Tooling und KPI-Transparenz schlagen Bauchgefühl und Handnotizen.

  5. Sekunden sparen skaliert: Mikro-Automationen summieren sich zu Stunden.

  6. Finde deine Sales-Persönlichkeit – und arbeite mit ihr, nicht gegen sie.

  7. Entscheidungen früh treffen, Fehler schnell korrigieren.

  8. Mit Kunden co-evolvieren: Prozesse werden besser, wenn beide Seiten lernen.

Pull quotes

„Der Podcast ist Teil unseres Presales – keine Deko.“
„Sekunden pro Call werden zu Stunden im Monat.“
„Vertrieb ist romantisch, weil man gemeinsam wächst.“

FAQ

Was meint ihr mit „Podcast als Presales“?
Der Podcast zeigt Denkweisen, Tests und Ergebnisse. Das baut Vertrauen auf, generiert Dialog mit der Zielgruppe und verkürzt Onboarding- und Saleszyklen, weil bereits viel Vorarbeit geleistet ist.

Welche Tools bringen den größten Hebel?
Ein stabiler Dialer, sehr gute Kopfhörer und transparentes KPI-Tracking. Ziel: weniger Reibung bei der Execution und in wenigen Blicken wissen, was wirkt.

Wie testet ihr neue Prozesse?
Klein anfangen (2–3 Personen), Feedback ernst nehmen, dann schrittweise ausrollen. Schnelle Entscheidungen, schnelle Korrekturen – statt monatelanger Big-Bang-Projekte.

Wie messt ihr Zeitgewinne durch Automatisierung?
Auf Call-Ebene (Sekunden) beginnen und hochskalieren (Tag, Woche, Monat). Die so gewonnene Zeit wird in Qualität, Nachbereitung und Fokus investiert.

Einwände im B2B Sales: Feind oder dein Freund?

In der 40. Jubiläumsfolge von Dialing Out sprechen Dominka und Franjo (BDR) über das Thema, das im B2B-Vertrieb ständig auftaucht: Einwände. Nicht als „Stopp-Schild“, sondern als Signal dafür, wo der Gesprächspartner wirklich festhängt.

B2B-Kaltakquise: Gewinnt Quantität oder Qualität am Telefon?

Der rote Faden: Quantität und Qualität sind kein Entweder-oder. Ohne tägliche Anruf-Routine entsteht keine Qualität, und ohne qualitativ geführte Gespräche bringen viele Calls keine Termine. In einem kleinen Spiel „Quantität oder Qualität?“ gehen die beiden typische Callcenter-Szenarien durch und entscheiden live, wo mehr Volumen und wo mehr Tiefgang nötig ist.