Klare Routinen schlagen Ausreden: In dieser Folge von „Dialing Out – The OB2B Podcast“ sprechen wir darüber, wie Disziplin im Presales wirklich entsteht – jenseits von Buzzwords. Nina (BDS) und Host Dominka zeigen, wie Kalenderhygiene, Checklisten und sauberes CRM den Grundstein legen, damit Kreativität und Improvisation überhaupt funktionieren.
Der praktische Nutzen: konkrete Tages- und Wochenroutinen für Cold Calling, Follow-ups, Sequenzen und CRM-Notizen – plus der richtige Mix aus Geduld und Tempo im DACH-Kontext (DSGVO-Sensibilität inklusive).
Lesezeit
6 min
Wir besprechen
-
Disziplin vs. Routine vs. reiner Wille: Was trägt im Presales wirklich?
-
40-Tage-Gewohnheitsmythos: Warum Wiederholung zählt (ohne Dogma)
-
Kalenderhygiene am Morgen: Meetings, Tasks, Sequenzen im Blick behalten
-
Checklisten mit „Streich-Moment“: kleine Dopamin-Gewinne, große Wirkung
-
CRM als Rückgrat: Notizenqualität, Pflichtfelder, Nachvollziehbarkeit
-
Disziplin ≠ Zeitmanagement: warum beides getrennt gedacht werden sollte
-
Kreativität planen: 30–60 Minuten pro Woche zum Nachdenken reservieren
-
Teamvorteil: externe Impulse, die Routine „durchrütteln“
-
Strukturierte Tagesquote: täglich statt „10 heute, 70 übermorgen“
-
Improvisation ist gelernt: Mustererkennung durch Wiederholung
-
Geschwindigkeit vs. Geduld: schnell reagieren, ohne zu drängen
-
Zusagen einhalten: Rückrufe/Follow-ups zur versprochenen Zeit
-
DACH-Realität: keine Cold Mails, keine privaten Handynummern
-
Reflektieren statt resignieren: Tagesreview, Hypothesen anpassen
Show Notes
Was Disziplin im Presales bedeutet
Disziplin ist weniger Heroik, mehr System: eine wiederholbare Abfolge, die Qualität im Calling ermöglicht und Spielraum für Kreativität schafft.
-
Routine schafft Verlässlichkeit; Kreativität baut darauf auf.
-
Eine Woche Disziplin gelingt jedem – entscheidend ist das Dranbleiben.
-
Struktur ist Basis, nicht Käfig.
Morgens den Kalender „klarziehen“
Der Tag startet mit Überblick: Termine, Tasks, Sequenzen. Was ist heute realistisch?
-
Erinnerungen und Serienaufgaben (monatlich/weekly) pflegen.
-
Zeitblöcke für Calling, Nacharbeit, CRM-Pflege fixieren.
-
Puffer einplanen statt Aufgaben zu verschieben.
Checklisten, die wirklich genutzt werden
Kleine, sichtbare Fortschritte motivieren – digital oder auf Papier.
-
Aufgaben granular schneiden („1 Anrufliste bereinigen“, nicht „Projekt X“).
-
Häkchen/Streichen als Belohnung nutzen.
-
Dinge, die auf morgen rutschen, aktiv neu terminieren.
CRM als Pflicht – nicht als Kür
Ohne saubere Notizen ist kein Follow-up verlässlich.
-
Telefonnote direkt nach dem Call erfassen.
-
Relevante Infos definieren (für BDS/PM & künftige AEs).
-
Datenqualität = Disziplin messbar machen.
Routine vs. Kreativität: der richtige Mix
Reine Routine stumpft ab; reine Spontaneität verläuft im Sand.
-
Wöchentlich 30–60 Minuten „Denkzeit“ für Varianten/Tests.
-
Team nutzt unterschiedliche Blickwinkel als Innovationsmotor.
-
Kreative Ideen müssen in den Prozess rückgekoppelt werden.
Tempo, Geduld und Verbindlichkeit
Schnell reagieren ja – aber nicht drängeln.
-
Konsequent die versprochene Uhrzeit/den Tag halten.
-
Bei komplexen/teuren Angeboten Geduld einplanen.
-
Geschwindigkeit entsteht aus Disziplin, nicht aus Hektik.
Ethik & DACH-Kontext
Kurzfristige „Abkürzungen“ (Cold Mails, private Nummern) kosten Vertrauen.
-
Beziehungsaufbau via Phone & sauberem Prozess.
-
Nachhaltig > kurzfristig: DSGVO-Sensibilität wahren.
-
Qualität der Liste schlägt „Flow-Improvisation“.
Reflexions-Loop am Tagesende
Kein Ergebnis? Hypothese anpassen – nicht die Disziplin aufgeben.
-
Was hat gewirkt/gehakt? Welche Formulierungen testen?
-
Nächsten Tag mit konkretem Mini-Experiment starten.
-
Misserfolg als Triebfeder nutzen („Disziplin mit Delay“).
Wichtigste Erkenntnisse
-
Disziplin ist eine wiederholbare Struktur, die Kreativität erst ermöglicht.
-
Kalenderhygiene + Checklisten + CRM-Pflege = operatives Fundament.
-
Tägliche Quote schlägt schwankende „Peaks“ – Konstanz gewinnt.
-
Improvisation entsteht aus Erfahrung und Mustern, nicht aus dem Nichts.
-
Reaktionsschnelligkeit ohne Druck: Tempo ja, Drängeln nein.
-
Zusagen einhalten ist Sales-Währung – Follow-ups zur Zeit!
-
DACH-Praxis: Keine Cold Mails/privaten Nummern – Vertrauen vor Geschwindigkeit.
-
Reflexion schließt den Kreis: Hypothese → Test → Anpassung → Routine.
Pull quotes
„Struktur ist Basis – nicht Käfig.“
„Improvisation ist nur Wiederholung mit Erfahrung.“
„Wer Zusagen hält, verkauft langfristig mehr.“
Gast
Nina — Business Development Strategist (BDS)
Dominka — Host
FAQ
Wie halte ich Disziplin über Wochen hinweg?
Definiere minimale Tagesstandards (Quote, CRM-Pflege), plane feste Zeitblöcke und nutze Checklisten mit klaren, kleinen Tasks. Ein wöchentliches Review hält dich auf Kurs und verhindert Ausreden.
Wo ist der Platz für Kreativität im Presales?
Reserviere 30–60 Minuten pro Woche für Varianten und Tests (Pitch, Reihenfolge, Hook). Gute Ideen werden in die Routine integriert – so bleibt der Prozess frisch, ohne chaotisch zu werden.
Wie schnell sollte ich auf Leads reagieren?
Schnell genug, um Verbindlichkeit zu zeigen – ohne Druck. Wichtiger als absolute Geschwindigkeit ist, dass du vereinbarte Zeiten einhältst und Follow-ups sauber dokumentierst.
Warum sind Cold Mails oder private Nummern problematisch?
Im DACH-Kontext schaden Abkürzungen dem Vertrauen. Besser: saubere Listen, klare Einverständnisse, nachvollziehbare Prozesse – nachhaltig statt kurzfristig.